Rimini-Cup 2009 - Rückblick

Mit einem 1:0 Finalsieg gewann die Mannschaft von Hertha BSC Berlin gegen die starke Bayernauswahl bei nasskalter Witterung in der 20. Auflage des Rimini-Cup auf dem Sportgelände der TSVgg Hausen. Vorsitzender und Organisator Eckhard Fehr und seine gewaltige Helferschar hatten wieder vorzügliche Arbeit geleistet und die Akteure dankten es mit vorzüglichem Fußball.

Rimini Cup

Oberbürgermeister Kay Blankenburg, zugleich Schirmherr des Rimini-Cups, überreichte schließlich bei der Siegerehrung den Pokal an die Turniergewinner von Hertha BSC Berlin. Zur fairsten Mannschaft wurde Borussia Dortmund gekürt. Bester Spieler war Khalil Kleit ebenfalls von Borussia Dortmund, die Auszeichnung für den besten Torhüter ging an den Bayernauswahl-Keeper Alexander Eiban, Torschützenkönig mit fünf Treffern wurde Nicola Dovedan vom Turnierdritten Austria Wien.

Folgende Mannschaften nahmen am Rimini-Cup vom 19. - 21. Juni 2009 teil:

1. Platz Hertha BSC Berlin
2. Platz Bayernauswahl
3. Platz Austria Wien
4. Platz FC Sevilla
5. Platz 1. FC Nürnberg
6. Platz Zenith St. Petersburg
7. Platz Borussia Dortmund
8. Platz SpVgg Greuther Fürth


Da hatte der Scout von Bayern München vielleicht zu früh die Rückreise in die bayerische Landeshauptstadt angetreten. Die zweite Hälfte im Spiel um Platz fünf zwischen Zenith St. Petersburg und dem 1. FC Nürnberg war gerade angepfiffen, als der Mann mit der dunklen Sonnenbrille zu Turnierorganisator Eckhard Fehr kam. Seine Telefonnummer und E-Mail wollte er, einen Namen nannte er nicht, aber ein dickes Lob kam ihm über die Lippen: „Das ist wirklich ein tolles Turnier, Kompliment.“ Das Grinsen in Fehrs Gesicht verstärkte sich noch. Zumal der Vorsitzende der TSVgg Hausen bei der 20. Auflage des von ihm 1990 ins Leben gerufenen U15-Turniers eh schon allen Grund für gute Laune hatte: „Neuer Rekord“, strahlte Fehr und meinte die Besucherzahlen. Insgesamt dürfte zwischen Freitag und Sonntag rund 4000 Menschen den Weg ans Sportgelände der TSVgg gefunden haben und auch der Dauerregen am Finaltag hielt die Fans nicht ab, die Tribüne war proppenvoll.

Lob vom Sieger
Der Besuch hat sich wieder einmal gelohnt. Das fanden nicht nur die Fans und Scouts, sondern auch Herthas Trainer Marco Lips, dessen Team ohne Niederlage durchs Turnier marschierte und verdient gewann. „Es ist wirklich ein Top-Turnier und wir würden gerne wiederkommen“, so der Coach, während er seinen ausgelassen mit Selters feiernden Jungs zuschaute. Die hatten im Finale zugegeben ein wenig Dusel, denn in der zweiten Hälfte war die Bayernauswahl von Verbandstrainer Reinhard Klante klar die bessere Mannschaft, versiebte Großchancen durch Jannis Danner und Nico Haas im Dutzend. Auch wenn das Finale nicht hochklassig war und vor allem in der Schlussphase von der Spannung lebte, hätte der Bayern-Späher sicher etwas zu notieren gehabt. Sein Augenmerk hätte sich zwischen die Pfosten gerichtet und auf das Gebiet davor. Bei der Hertha spielte da ein erstaunlich robuster und ballgewandter Stürmer namens Patrick Borowski. Der Babelsberger ist auch Junioren-Nationalspieler und entschied das Spiel für seinen Club, als er nach 16 Minuten eiskalt traf, wunderbar vorbereitet durch Tim Kleinebergs Traumpass in die Gasse.

In dieser Szene hatte Bayernauswahl-Torwart Alexander Eiban keine Chance, doch er bewies nicht nur im Finale, sondern vor allem im Halbfinale seine Klasse, als er im Elfmeterschießen den entscheidenden Schuss des Spaniers Acosta Modesto hielt und Sekunden später nervenstark verwandelte und sein Team so ins Finale brachte. In diesem sicherte neben Borowski vor allem Domenic Feber seinem Team den Sieg. Der junge Hertha-Keeper entwickelte Kraken-Qualitäten, war immer da, wenn seine Abwehr wieder einmal sorglos auf Abseits spielte und dabei die bayerischen Stürmer vergaß und durfte sich als Matchwinner sehen.

„Wir sind in der Hauptstadt unangefochten, aber es sind gerade solche Turniere, die die Jungs weiterbringen, sie sind das Salz in der Suppe“, erklärte Marco Lips, dem auch der Vergleich auf internationalem Niveau des laut Veranstalterangaben größten deutschen U15-Turniers zusagte. Die Hertha wird nächstes Jahr gerne mit einer neuen Mannschaft wiederkommen. Die Turniersieger wird man vielleicht später einmal in der Bundesliga sehen. Vorbilder, die in Hausen schon zu sehen waren, gibt es genug: Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger oder Mario Gomez waren vor Jahren zu Gast in Hausen. Und die kennt der Bayern-Scout ganz bestimmt.

Rimini-Cup 2009 - Endergebnis, 16 KB


Rimini-Cup 2009
 


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