Rimini-Cup 2010 - Rückblick

Mit einem 4:2 Finalsieg gewann die Mannschaft der Bayernauswahl im Elfmeterschießen gegen FC Sevilla in der 21. Auflage des Rimini-Cup auf dem Sportgelände der TSVgg Hausen. Vorsitzender und Organisator Eckhard Fehr und seine gewaltige Helferschar hatten wieder hervorragende Arbeit geleistet und die Akteure dankten es mit vorzüglichem Fußball.

Oberbürgermeister Kay Blankenburg, zugleich Schirmherr des Rimini-Cups, überreichte schließlich bei der Siegerehrung den Pokal an die Turniergewinner, die Mannschaft der Bayernauswahl.

Die Siegermannschaft Folgende Mannschaften nahmen am Rimini-Cup 2010 vom 18. - 20. Juni 2010 teil:

1. FC 05 Schweinfurt für FC Bayern München
2. Hertha BSC Berlin
3. Bayernauswahl
4. 1. FC Nürnberg
5. Zenith St. Petersburg (Russland)
6. NEU: 1899 Hoffenheim
7. FC Sevilla (Spanien)
8. NEU: Celtic Glasgow (Schottland)


Und am Ende jubelten doch die Bayern: Auch wenn der FC Bayern München kurzfristig seine Teilnahme am 21. Rimini-Cup der TSVgg Hausen absagen musste, hielt ein bayerisches Team beim wichtigsten U15-Juniorenturnier im nordbayerischen Raum die Fahnen hoch. Im Elfmeterschießen gewann das Team von Verbandstrainer Reinhard Klante vor gut 1000 Zuschauern am Sonntag gegen den spanischen Vertreter FC Sevilla den Rimini-Cup. Der erste Sieg seit 20 Jahren, nur bei der ersten Auflage 1990 hatte die Bayernauswahl einmal gewonnen.

Bot das Turnier den rund 2500 Besuchern an zwei Tagen durchweg guten und anspruchsvollen Jugendfußball des 95er Jahrgangs, so lebte das Finale hauptsächlich von der Spannung. Die Spanier waren ballsicherer und technisch hervorragend ausgebildet, man merkte ihnen aber genauso wie der Bayernauswahl das lange Turnier an, in dem beide Teams in zwei Tagen in fünf Spielen 240 Minuten spielen mussten. Im Elfmeterschießen setzten sich die bayerischen Jungs durch. Ohne Unterfranken im Kader hatte die Bayernauswahl ein souveränes Turnier gezeigt, war in der Vorrunde mit fünf Punkten locker ins Halbfinale gekommen und hatte da Vorjahressieger Hertha BSC Berlin mit 4:0 besiegt. Der FC Sevilla hatte schon die ersten Erfahrungen mit Elfmeterschießen gemacht, besiegte die TSG Hoffenheim – zum ersten Mal dabei, in der neu geschaffenen Regionalliga beheimatet – 4:2. Das Glück fehlte den Spaniern dann im Finale. Nachdem Marvin Sammer den ersten Elfer verschoss, verwandelten alle Teamkameraden eiskalt. Bei Sevilla versagten Antonio Romero und Emilio Castillo die Nerven, wobei der Bayernauswahl-Keeper Michael Zetterer hervorragende Reflexer bewies. Wie die Großen jedenfalls jubelten die Spieler nach Felix Wolfs Schuss ins Glück, der den 4:2-Sieg bedeutete.

Organisator Eckehard Fehr war nicht nur mit dem Finale, sondern mit dem ganzen Turnierverlauf sehr zufrieden. Nicht nur die Leistungen der Bayernauswahl, auch die des kurzfristig eingesprungenen FC 05 Schweinfurt hob Fehr hervor. „Die haben sich wirklich sehr gut verkauft“, so der Organisator, der froh war, dass sein kurzfristiger Anruf beim aus Volkershausen stammenden 05-Trainer Ulli Baumann von Erfolg gekrönt war, da der FC Bayern München mit seiner U15 wegen eines Relegationsspiels zur U15-Regionalliga nicht kam. Auch Ulli Baumann war froh, dass man trotz der eigentlich schon beendeten Saison noch einmal die Mannschaft zusammen getrommelt hat. „Es war ein schönes Erlebnis für uns und vor allem konnten wir viel lernen.“

Ein Lerneffekt, der schnell eintrat. Nach einem 0:4 gegen Hertha BSC kam in der Vorrunde ein 0:2 gegen Hoffenheim und ein knappes 1:2 gegen Celtic Glasgow. Und dass man das Spiel um Platz sieben gegen den russischen Vizemeister Zenit St. Petersburg gewann, erfüllte Baumann mit Stolz. „Die Spieler haben schnell gelernt, mit der Situation umzugehen“, so der Coach. Niveau und Organisation des Turniers seien sehr hoch, was man vor allem am Spieltempo und der Übersicht der Spieler sehe. Im Vergleich zu den Bayernliga-Spielen mit seiner Mannschaft sah Baumann noch einmal eine deutliche Steigerung. „Es ist eine wirklich schöne Atmosphäre hier und hat Spaß gemacht.“ Auch für Michael Kotterba, Leiter des Jugendleistungszentrum beim FC 05 Schweinfurt, ist der Rimini-Cup ein Pflichttermin: „Ich finde es bewundernswert, was so ein kleiner Verein auf die Beine stellt“, so Kotterba, der von „Anschauungsunterricht“ für seine Mannschaft sprach.

Ergebnisse, Gruppe 1: 1. FC Nürnberg – FC Sevilla 0:0, Zenit St. Petersburg – Bayernauswahl 1:1, 1. FC Nürnberg – Zenit St. Petersburg 4:2, FC Sevilla – Bayernauswahl 0:0, 1. FC Nürnberg – Bayernauswahl 0:2, FC Sevilla – Zenith St. Petersburg 2:0. Gruppe 2: TSG Hoffenheim – Celtic Glasgow 2:1, FC 05 Schweinfurt – Hertha BSC Berlin 0:4, TSG Hoffenheim – FC 05 Schweinfurt 2:0, Celtic Glasgow – Hertha BSC Berlin 1:4, TSG Hoffenheim – Hertha BSC Berlin 8:0, Celtic Glasgow – FC 05 Schweinfurt 2:1. Spiel um Platz 7: Zenit St. Petersburg – FC 05 Schweinfurt 1:2. Spiel um Platz 5: 1. FC Nürnberg – Celtic Glasgow 0:3 Halbfinale: Bayernauswahl – Hertha BSC Berlin 4:0, FC Sevilla – TSG Hoffenheim 4:2 n.E. Spiel um Platz 3: Hertha BSC Berlin – TSG Hoffenheim 2:3. Finale: Bayernauswahl – FC Sevilla 4:2 n.E.

Hier einige Bilder vom diesjährigen Rimini-Cup: 

Rimini-Cup 2010

Bilder und Text: Main-Post Bad Kissingen


 
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