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Hüte. Hüte - Historische Kopfbedeckungen 1800-1960
Die Sonderausstellung: „Hüte. Hüte“ bietet Einblicke in die Geschichte der Kopfbedeckungen aus der Zeit um 1800 bis um 1960.

HüteAnhand ausgewählter Beispiele zeigt sie die ganze Bandbreite männlicher und weiblicher Kopfbedeckungen als Dokumentation eines nicht unwesentlichen Teiles der Bekleidungsgeschichte in Unterfranken. Eine Sonderstellung nehmen dabei die vielfältigen Trachten- und Uniformkopfbedeckungen ein. Darüber hinaus thematisiert die Sonderschau die aufwändige Herstellung von Hüten durch das Hutmacher- und Modistinnenhandwerk sowie das Spektrum der Bad Kissinger Hutgeschäfte.

Haube, Capote, Florentiner Hut – Kopfbedeckungen für die Dame

Die weiblichen Kopfbedeckungen zeichneten sich durch modische Vielfalt aus. Im 19. Jahrhundert
war bis um 1880 zumeist die Capote in wechselnden modischen Ausprägungen der Hut der Wahl. Daneben gab es verschiedene Zylinder-, Hauben- und Strohhutarten. Als Reithut wurde ein Zylinder getragen, als Sommerhut der breitkrempige Florentiner Hut, ein mit Blumen oder einem Schleier verzierter, flacher Strohhut. Er war zeitweilig auch in den 1930er und 1950er Jahren modern. Nach
1865 kamen in Frankreich flache, kleine, reich verzierte Tellerhütchen auf. Insgesamt passte sich der Hut in Größe, Form und Auszier stets der jeweiligen Mode an: einmal klein und auf der Frisur schwebend wie um 1905, einmal voluminös mit großem Kopf und breiter Krempe, das
Gesicht beschattend wie um 1910. Stickereien, Spitzen, Kunstblumen, Federn, Schleier, Schleifen, Hutnadeln und anderes waren Bestandteile reicher Dekorationen. In den 1920er Jahren wurden schlichtere Hutformen wie die des Topfhuts modern. Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich
nochmals eine größere Vielfalt an Kopfbedeckungen, bevor der Hut um 1960 in der Alltagskleidung zunehmend außer Gebrauch kam.

Dreispitz, Zylinder, Homburg – Hutmode für den Herrn

Unter den vielfältigen Herren-Kopfbedeckungen war im 18. Jahrhundert vor allem der Dreispitz in allen Schichten verbreitet. Um 1800 wurde der Zweispitz, der zugleich als Militärhut diente, modern. Im 19. Jahrhundert dominierte der Zylinder in den verschiedensten Formen. Der bekannte Klappzylinder, der so genannte Chapeau Claque, wurde 1823 in Paris erfunden. Daneben gab es neben unterschiedlichen Militärkopfbedeckungen weitere Hutformen, so ab 1850 den Bowler, ab 1863 auch als Melone bekannt, und ab 1880 als sommerliche Strohhüte, den steifen, runden Canotier und den Panamahut. Ende des 19. Jahrhunderts kam der Homburg, ein eleganter, steifer Filzhut, auf. Teilweise bis heute erhalten hat sich das Barett als Amtskleidung von Geistlichen,
Professoren und Richtern. Ebenso der Dreispitz in der unterfränkischen Männertracht. In unterschiedlichem Kontext begegnen uns schließlich seit dem 19. Jahrhundert die bis heute verbreiteten Schirmmützen.

Den Flyer zur Ausstellung können Sie über den Link downloaden.

Flyer Hüte, 510 KB

 

Hüte. Hüte
Historische Kopfbedeckungen 1800-1960

20. November 2009 bis 28. Februar 2010
Museum Obere Saline

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag 14-17 Uhr
Museumseintritt


 
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