In erster Linie teilt Markert, ein waschechter Bad Kissinger, der aus Albertshausen kommt, von seinem Büro in der Haustechnik aus in enger Zusammenarbeit mit dem Veranstaltungsbüro der Arbeitsdienste ein, erstellt beispielsweise die Pläne für die Garderobenfrauen, wenn diese bei einem Konzert gebraucht werden, das in einem der Räume stattfindet. Doch die Begrüßung der Gäste ist das, was Albin Markert aus dem Hintergrund hervortreten lässt. Im Rossini-Saal finden sich die neu Angekommenen ein. Im Februar sind es vielleicht auch nur mal 30, im Sommer dafür dann auch gerne bis zu 200 auf einen Schlag. Die Hotels weisen regelmäßig darauf hin, weshalb der Andrang bisweilen äußerst groß ist.
Auskünfte aller Art gibt es dann zu hören. Wissenswertes über Bad
Kissingen im Allgemeinen, über Veranstaltungen, Kurkonzerte, die Kur-seelsorge, das Heilwasser, Aufenthalts-räume, das Internetstudio, Kur-bähnle, KissSalis oder Kurhausbad im Speziellen. „All die Attraktionen" (Markert) halt, die in der Stadt begutachtet werden müssen. Nach einem Film über Bad Kissingen besteht dann noch regelmäßig die Möglichkeit, die Räumlichkeiten von Regenten- und Arkadenbau zu besichtigen. Schmuckhof, Weißer oder Grüner Saal, was immer interessiert. Rund 90 Minuten dauert "Bad Kissingen stellt sich vor" in der Regel. Den Gästen die Sehenswürdigkeiten zu zeigen, das ist ohnehin eine lieb gewonnenen Aufgabe von Albin Markert. Denn zum Gästeservice gehören auch Führungen, die der 54-Jährige veranstaltet. Wer sich an die Staatsbad GmbH wendet, kann mit bis zu 50 Personen von ihm ganz ausführlich bestimmte Ecken Bad Kissingen gezeigt bekommen. „Ich führe natürlich auch nur zwei oder drei Leute", sagt er und nennt die Innenstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten oder den Luitpold-park mit Kneippbecken und Klanggarten als Themengebiete.
Den Altenberg mit dem Sissi-Denkmal oder den Staffelsberg mit dem Ludwigsturm zeigt Markert den Kurgästen dann aber lieber von unten. Auch wenn er selbst ein großer Wanderer ist, das am liebsten in den Bergen tut, aber selbst in und um Bad Kissingen Rund- und Höhenwege in reicher Auswahl empfehlen kann. Egal ob in Richtung Golfplatz, Wittelsbacher Turm oder Bad Bocklet. Auch einen Abstecher in die hohe Rhön und Richtung Kreuzberg darf der Führer dann durchaus den Besuchern nahe legen. Im Bäderlandkreis kennt man da nicht unbedingt ein Konkurrenzdenken. „Wenn man nicht direkt mit Gästen zu tun hat, dann weiß man vielleicht gar nicht zu schätzen, wie schön Bad Kissingen ist", sagt Albin Markert und betont die Begeisterung und das Staunen über die Attraktivität der Saalestadt, die ihm in seinen Beruf immer wieder begegnet. Sehr oft schon am Montag ab 15 Uhr.