Nicole Brandler: Die Schneiderin der Miss Bad Kissingen
Ein Trend-Atelier in Untererthal bei Hammelburg zeichnet sich seit diesem Jahr verantwortlich für die Einkleidung der Miss Bad Kissingen. Madeleine Eiter aus Wildflecken trug eine trägerlose Ledercorsage im knalligen Rot, dazu einen passenden Rock. Angefertigt von Nicole Brandler. Die Schneidermeisterin und Schnittdirektrice, eine 1966 geborene Elfershausenerin, die acht Jahre lang in München lebte und seit 1994 eben in Untererthal ihr Atelier hat, schneidert exklusive Damenmode nach Maß.

Nicole Brandler mit dem Kleid der Miss Bad KissingenEin Trend-Atelier in Untererthal bei Hammelburg zeichnet sich seit diesem Jahr verantwortlich für die Einkleidung der Miss Bad Kissingen. Madeleine Eiter aus Wildflecken trug eine trägerlose Ledercorsage im knalligen Rot, dazu einen passenden Rock. Angefertigt von Nicole Brandler. Die Schneidermeisterin und Schnittdirektrice, eine 1966 geborene Elfershausenerin, die acht Jahre lang in München lebte und seit 1994 eben in Untererthal ihr Atelier hat, schneidert exklusive Damenmode nach Maß.

Ein Besuch im Atelier. Was sofort auffällt, das ist das Kleid, das die Miss Bad Kissingen trug. Es hat auf einem Ständer seine momentane Heimat gefunden. Madeleine Eiter wurde derweil mit anderen schicken Sachen ausgestattet. Ein zweites Abendkleid für den Rakoczyball bekam sie, dazu ein Tages- und ein Cocktailoutfit. „Eine Grundgarderobe zum Ankleiden und Wechseln", nennt es Nicole Brandler, die eher zufällig und dann über eine offizielle Anfrage zu dem Auftrag kam und die sich einst die Kandidaten bereits beim Casting anschaute, Maß nahm, genauso Farbproben, die alle drei zur Wahl stehenden Mädchen schließlich nach dem jeweiligen Typ einkleidete.

Nicole Brandler bei ihrer Arbeit„Jugendlich, frech und sportlich" beschreibt sie die blonde Gewinnerin aus Wildflecken, zu der eher schlichte Sachen passen würden, die auf jeden Vorschlag einging, außer Jeans und T-Shirt gerne mal was anderes probieren wollte und die nun nicht nur Bad Kissingen nach außen repräsentiert. „Sie trägt auch die Arbeit in meinem Atelier nach außen. Für mich ist das eine neue Plattform, eine ganz andere Art von Werbung", sagt Nicole Brandler.

Bereits im Alter von zwölf Jahren entschied sie sich, später mal den Berufsweg im Bereich der Mode einzuschlagen, nachdem damals die Großmutter, eine Hobbyschneiderin, das Interesse weckte. Über die klassische Aus- und eine spätere technische Weiterbildung zog Brandler weg von der Heimat, arbeitete für die Industrie und kam schließlich nach Unterfranken zurück. „Back to the roots" nennt sie es. Mittlerweile bildet sie selbst aus. Ihr einstiger Azubi Jessica Patzke aus Dittelbrunn wurde neulich erst Kammersiegerin.

Nicole Brandler vor ihrem kleinen LagerEin kleines, aber edles Stofflager hat die Schneidermeisterin bei sich im Atelier. Und Musterbücher, wonach in Frankreich, Spanien oder England alle Wünsche der Kundinnen zu erfüllen sind. 20 bis 200 Euro kostet der Meter. „Für jedes Portmonnai ist etwas dabei", sagt Nicole Brandler. Mode macht sie an sich für alle, das Design jedoch ist jeweils exklusiv. „Wer mich beauftragt, bekommt ein Unikat. Nichts was 1000-fach auf dem Markt ist", verspricht sie. Ein Hosenanzug oder ein Kostüm kostet daher freilich auch schon mal 650 Euro. Hautnah wird dafür Maß genommen, ensteht dann in bis zu vier Wochen Produktionszeit eine individuell auf die Person ausgerichtete Kleidung.

„Vorbeischauen kann jeder bei mir", bittet Nicole Brandler jedoch um einen Anruf zuvor und eine Terminvereinbarung. Schaufenster hat das Atelier zwar keine, „dafür nehme ich mir dann viel Zeit." 80 bis 90 stark figurbetonte Outfits, allesamt in den Größen 36 bis 38, hängen im Lager. „Kundinnen können sich da Anregungen holen oder auch mal probieren, wenn es denn passt", lädt die Schneidermeisterin ein.

Die Miss Bad Kissingen mit dem im Text erwähnten KleidAuf Modenschauen präsentiert sie zudem ihre zwei jährlichen Kollektionen. Und zeigt nun auch über die Auftritte der Miss Bad Kissingen, dass sie ihr Handwerk versteht. Die Zusammenarbeit mit dem Staatsbad muss sich dabei für die Zukunft gar nicht unbedingt auf die Schönheit der Stadt beschränken. „Ich hätte nichts dagegen", verrät Nicole Brandler einen Wunsch, „wenn ich zum Rakoczyfest mal die Fürstinnen und Königinnen einkleiden dürfte".

Mehr im Internet unter www.nicole-brandler.de
Kontakt: Tel.: 09732/2277 oder E-Mail: Nicole.Brandler@online.de


 
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