Das Programm zum Tag des offenen Denkmals 2011 können Sie sich über den Link downloaden.
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Flyer Tag des offenen Denkmals 2011, 176 KB |
Der Denkmaltag widmet sich 2011 einer der stilistisch vielseitigsten und an technischen Neuerungen reichsten Epochen der Bau- und Kunstgeschichte.
Politisch wie gesellschaftlich war das 19. Jahrhundert von Umbrüchen geprägt: Durch die napoleonischen Kriege und den Rheinbund wurde das Heilige Römische Reich Deutscher Nation handlungsunfähig und erlosch. Napoleons Einfall, die Neuordnung Europas im Wiener Kongress 1815 und die Reichsgründung 1871 brachten weit reichende strukturelle Veränderungen. Infolgedessen wurden kirchliche Besitztümer, Institutionen und Herrschaftsgebiete
aufgelöst oder von weltlichen Herren übernommen. Weiterentwicklungen wie Rückgriffe nahmen auch starken Einfluss auf die Architektur und die bildenden Künste dieser Zeit.
Ideen und Stile wurden neu kombiniert und über Landesgrenzen hinaus ausgetauscht. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der eigenen Geschichte sowie deren romantische Verklärung führten in Architektur und bildender Kunst zu einer Rückbesinnung auf die Formensprache der Vergangenheit: Von der Kunst der Antike bis zum Barock wurden Elemente verbunden und quasi neue Stile entwickelt.
Die Industrialisierung und die damit verbundene Landflucht verursachten tiefgreifende Veränderungen in der Baukultur der Städte. Gerade in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebten die Städte einen massiven Umbau, der auf neuen architektonischen Konzepten basierte: Neue Arbeiterquartiere entstanden und mit ihnen Schulen, Krankenhäuser, Kirchen und Volksparks, die noch heute das Bild vieler Städte prägen.
Erlöserkirche (protestant. Bethaus)
Prinzregentenstraße 9
Die evangelisch-lutherische Kirche wurde 1845-47 von Friedrich von Gärtner im
Rundbogenstil erbaut, und 1889-91 von August Thiersch mit neuromanischen
Fronttürmen und Chorpartie ergänzt. 1952 erstmals renoviert, trägt das Gotteshaus seit einer zweiten Renovierung im Jahr 1980 den Namen „Erlöserkirche“.
Herz-Jesu-Kirche
Von-Hessing-Straße 8/Marienplatz
Die katholische Stadtpfarrkirche wurde zwischen 1881 und 1884 vom Münchner
Architekten Karl von Leimbach im neugotischen Stil errichtet. Die Fenster im Längsschiff und in den Obergaden gestaltete 1957/58 Georg Meistermann. 2005-06 fand eine umfassende Renovation statt.
Arkadenbau/Rossini-Saal
Am Kurgarten 8/10
Nach Plänen von Friedrich von Gärtner zwischen 1834 und 1838 für die Kurgäste erbaut. Der ehemalige „Konversationssaal“ trägt heute den Namen „Rossini-Saal“.
Hotel Kaiserhof Victoria
Am Kurgarten 5/7
Ursprünglich zwei getrennte klassizistische Kurhäuser von 1835/40. Sie wurden 1888 zusammengeführt. Das im Südteil gelegene ehemalige Hotel Viktoria wurde von Johann Gottfried Gutensohn errichtet, 1873 aufgestockt und um einen Speisesaal erweitert. 1904 folgte der Anbau eines Wintergartens und 1912 der Einbau eines Palmengartens. Die prächtigen Wanddekorationen im Neurokkoko
und Jugendstil wurden bei zwei Restaurierungsaktionen freigelegt und ergänzt.
Wittelsbacher Turm
Arnshausen Am Scheinberg
Der 33-Meter hohe Turm zu Ehren des bayerischen Königshauses wurde am 15.
September 1907 eingeweiht.
Bahnhof Bad Kissingen
Bahnhofstraße 5
Im monumental wirkenden Bahnhofsgebäude von 1874 hat sich das so genannte Fürstenzimmer, der ehemalige Warteraum für hochgestellte Fahrgäste, erhalten.
Salzweg
An der Salinenpromenade
Zehn Informationstafeln verbinden Zeugnisse der ehemaligen Salzerzeugung
(Untere Saline – Pumpenanlagen – Gradierbau – Obere Saline; als Rundweg
ca. 1,5 km). Besonders erwähnenswert sind die funktionstüchtigen Pumpenanlagen von 1848 und 1883.
Gradierbau
An der Salinenpromenade
Der Gradierbau wurde 1993/94 mit einer verbesserten Statik in der überkommenden Erscheinungsweise neu aufgebaut. Im 19. Jahrhundert
gewann er zunehmend Bedeutung als Freiluftinhalatorium.
Museum Obere Saline
Obere Saline 20
Die Obere Saline wurde ab dem Jahre 1764 als zweite Salzproduktionsstätte in Kissingen erbaut. Zwischen 1876 und 1893 nahm Otto Fürst Bismarck 14x in den Räumen der ehemaligen fürstbischöflichen Kurwohnung Quartier. Heute befindet sich im Mittelbau das städtische „Museum Obere Saline mit Bismarck-Museum“.
Infos/Kontakt:
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Kulturreferat und Stadtarchiv
Promenadestraße 697688 Bad Kissingen Tel.: 0971-807-1201 oder 1202 Fax: 0971-807-1209 E-Mail: kulturreferat@stadt.badkissingen.de |
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