"Stolpersteine" - ein Kunstprojekt für Europa

Gunter Demnig

Mit seinem internationalen Projekt „Stolpersteine“ will der Kölner Künstler Gunter Demnig an die Vertreibung und Vernichtung aller Juden, der Sinti und Roma, aller politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und an alle Euthanasieopfer erinnern. Im Jahr 1993 wurde die Idee geboren, im Jahr 2000 der erste Stolperstein in Deutschland verlegt.

Seitdem fand Demnigs Aktion internationale Anerkennung. Inzwischen hat er über 22.000 Steine in 530 Städten und Gemeinden in acht Ländern verlegt - in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Polen, Tschechien, Ungarn und in der Ukraine. Erste Stolpersteine in Dänemark und Norwegen sind für 2010 geplant.

Die kleinen „Stolpersteine“ mit gravierter Messingplatte, eingelassen in das Straßenpflaster vor der letzten Wohn- oder Wirkungsstätte des jeweiligen Opfers, sollen ganz individuell an jene Menschen erinnern, die von den Nazis ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Freitod getrieben wurden. Bad Kissingen hat sich 2008 mit einer eigenen Initiative diesem internationalen Kunstprojekt angeschlossen.


 
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