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AUSSTELLUNG „DIE MENSCHEN“

von Hilde Würtheim in den Gärten und Parks von Bad Kissingen

Lebensgroße, aus gebranntem Ton gestaltete Figuren

In den Gärten und Parks von Bad Kissingen sitzen und stehen Skulpturen der Künstlerin Hilde Würtheim, die den Menschen des modernen Alltags in den Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens stellt. Vom 30. April bis 15. November sind die wetterfesten Figuren draußen und in weitem Abstand zueinander unter anderem im Luitpoldpark und Innenhof des Luitpoldbad, Rosengarten, Kurgarten und entlang des Saale Ufers zu finden.

Menschen des modernen Alltags

Ein Mädchen mit Hund, drei junge Leute, älterer Herr mit Aktentasche – Wenn Spaziergänger durch Bad Kissingen laufen, wird der ein oder andere etwas verwundert stehen bleiben und „Die Menschen“ von Hilde Würtheim entdecken. Die Würzburger Künstlerin stellt mit ihren lebensgroßen Figuren ihre eigene Welt dar, die doch jedem vertraut ist: Mit ihrem Realitätscharakter, dem menschlichen Verhalten, ihrer körperlichen Präsenz und ihren kleinen Eigenheiten prägen die Figuren auf ihre ganz eigene Art und Weise ihr Umfeld.

Warum die Künstlerin ausgerechnet Menschen in den Mittelpunkt ihres Schaffens stellt, erklärt sie: „Dreidimensionale Arbeiten in der Kunstgeschichte beschäftigen sich nahezu ausschließlich mit der menschlichen Figur: Schon die Mammutjäger haben vor 20.000 Jahren die ersten menschlichen Abbildungen aus Elfenbein geschnitzt und aus Ton geformt. Wo Menschen lebten, finden sich Tonscherben. Das Material ist nahezu unzerstörbar. Aus dieser Zeit kommt auch die Vorstellung, dass Gott den Menschen aus Ton geformt und ihm den Atem eingehaucht hat. Und mein Tun empfinde ich manchmal als schöpferisch.“

Künstlerische Merkmale der Figuren

Die Skulpturen bestehen aus Ton und sind bei 1240 Grad gebrannt. Besonderen Wert hat die Künstlerin auf die partielle Bemalung gelegt: Sie trennt Bekleidung von der Haut, die der naturbelassene, gebrannte Ton ist. Hilde Würtheim verwendet dabei keine Glasuren, sondern gelöste Pigmente, die nach dem Brand aufgetragen in die poröse Oberfläche dringen.

Die Figuren besitzen klare Grundformen, sind reduziert und ohne extremen Naturalismus. In der Regel zeigen sie kaum Bewegung.

„Es sind Persönlichkeiten mit fiktiver Biographie, Individuen. Dort, wo sie keine Portraits sind, sind sie Sinnbilder des Menschlichen, Allegorien, wie bei Maillol. Sie haben eine eigene Aura. Sie teilen sich mit niemanden, ihr Blick fasst niemanden, sie drängen sich nicht auf. Sie sind nicht kommunikativ, nicht laut. Sie sind in sich gekehrt, verharren und erlauben in ihrer Gelassenheit zur Projektionsfläche eigener Gedanken des Betrachters zu werden“, beschreibt Hilde Würtheim.

Ausgewählte Orte für die Figuren

Die Orte, an denen die Figuren platziert werden, wurden in enger Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin und der Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH erarbeitet. „Die Figuren sitzen an schönen, sehenswerten Plätzen in Bad Kissingen: Ob am Kneippbecken, im Luitpoldbad, im Kurgarten oder im Rosengarten – die Figuren laden dazu ein, sich einerseits mit der abgebildeten Person und Handlung zu beschäftigen und andererseits den Blickwinkel mit den Figuren zu tauschen und die Umgebung aus ihrer Sicht zu betrachten und wahrzunehmen“, sagt Sylvie Thormann, Kurdirektorin und Geschäftsführerin der Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH. 

Die Figuren stehen im Außenbereich und entsprechend der aktuellen Situation in großem Abstand zueinander. Die Spaziergänger sind angehalten, den Mindestabstand zu anderen Personen einzuhalten und keine Gruppen vor den Skulpturen zu bilden.

Individuelle Figuren für Bad Kissingen

Die Figuren von Hilde Würtheim haben einen direkten Bezug zu Bad Kissingen. Neben Figuren wie „Mit Blumen im Arm“ oder „Geigerin“ wird eine „Imkerin“ aufgestellt, die auf einer Bank im Kurgarten sitzt und symbolisch einen Bienenstock im Arm hat. Diese Figur wurde extra in den Kurgarten gesetzt, um auf die dortige Bepflanzung zu verweisen: Die Kurgärtnerei der Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH hat sich bei der Pflanzenauswahl im Kurgarten besondere Gedanken zum gesellschaftlich relevanten Thema „Bienen“ gemacht: „Wir haben bei der Sommerbepflanzung darauf geachtet, so viele bienen- und insektenfreundliche Blumen wie möglich zu verwenden. Dazu zählen unter anderem Salbeiarten, Katzenminze, Vanilleblume, Wandelröschen und Sonnenhut. Diese Blumen sind durch ihr Angebot an Pollen und oder Nektar für viele verschieden Insektenarten sehr interessant“, erklärt Andreas Munack, Teamleiter Zierpflanzenbau Kurgärtnerei.

Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier: www.badkissingen.de/FlyerAusstellung

Figuren für Zuhause

Die Figuren können nach der Ausstellung für 2.800 € bis 3.000 € erworben werden. Interessierte können sich direkt an die Künstlerin unter mail@hilde-wuertheim.de oder +49 0931 99119979 wenden.