Grußwort des Oberbürgermeisters Dr. Dirk Vogel zum ersten Spatenstich der Hennerberg-Grundschule
Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel zum Baubeginn Henneberg-Grundschule am 22.7.2025
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich freue ich mich als Oberbürgermeister mit Bürgermeister Leiner und den vielen Stadträten, dass so viele Menschen in Verantwortung und zu Recht mit einer großen Erwartung gekommen sind, denn sie unterstützen uns beim Baubeginn der Henneberg-Grundschule und haben allesamt am Ende einen kräftigen Applaus verdient:
Aus dem Landkreis ist Herr Landrat Thomas Bold gekommen,
aus dem Staatlichen Schulamt Frau Kolb,
die Schulgemeinde mit dem Kollegium der Henneberg-Grundschule unter der Leitung von Bernd Csdelusdek sowie dem Elternbeirat mit ihrer Vorsitzenden Nadja Fischlein, sowie alle Kinder, insbesondere die 1b, 2b und 3a, die später noch einen Programmpunkt ausfüllen werden,
Herr Greier von der katholischen Herz Jesu sowie Herr Gredner von der evangelischen Kirchengemeinde,
die Mitarbeiter der Stadtverwaltung,
die Stadtwerke Bad Kissingen mit Fr. Binder und Herrn Dr. Merkel,
die Objektplanung Architektur Mey mit der Projektleiterin Fr. Milbredt und
aus der Nachbarschaft der SV Garitz mit dem Vorsitzenden Hr. Glöckler, stellvertretend für alle Garitzer Bürger.
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Es ist heute kein gewöhnlicher Tag für die Stadt Bad Kissingen, und schon gar nicht für die Schulgemeinde der Henneberg-Grundschule.
Die Schule ist über drei Standorte verteilt. In Verwaltungen spricht man gern von „historisch gewachsen“. Das heißt seit Jahren und Jahrzehnten, dass die Schüler mit Bussen durch das Stadtgebiet gefahren werden. Die Gebäude sind allesamt in die Jahre gekommen. Die Arbeitszeitmodelle werden flexibler und die Professionen der an der Schule Tätigen nehmen zu. Zusätzlich veränderte sich die Stadtgesellschaft, und damit auch die Schülerschaft, rasant. Das Leistungsniveau unterscheidet sich mehr denn je, wir haben es mal mit überveranwortlichen, mal mit verantwortlungslosen Eltern zu tun. Während es früher schon ein Unterschied war, aus welchem Stadtteil man kommt, ist es heute, gerade bei uns in Bad Kissingen, gang und gäbe, dass Menschen aus anderen Nationen und sogar Kontinenten stammen.
Die Kindergärten und Schulen sind die einzigen staatlichen Sozialisationsinstanzen, die wirksam intervenieren, gemeinsame Werte entstehen, zusammenführen können. Wenn wir es als Stadt schaffen, zusammenzubleiben und junge Menschen für unsere Stadt zu gewinnen, dann werden wir im Wettbewerb mit anderen Regionen auf Jahrzehnte hinweg hiervon profitieren.
Heute starten wir als Stadt Bad Kissingen in einem beispiellosen gesamtstädtischen Kraftakt mit der Zentralisierung der Henneberg-Grundschule. Wir legen die baulichen Voraussetzungen, um die komplexe pädagogische, gesamtgesellschaftliche und städtische Aufgabe der Zukunft überhaupt meistern zu können.
Ich will nicht verhehlen, dass die notwendigen 42,7 Mio. Euro, davon rund. 21 Mio. Euro Förderung des Freistaats, unseren Haushalt erheblich belasten und verhindern, dass will ich deutlich sagen, dass wir andere Dingen im Stadtgebiet kurzfristig angehen können. Aber dazu stehe ich. Der amerikanische Präsident Roosevelt hat in der Wirtschaftskrise des 20. Jahrhunderts davon gesprochen, dass man zuerst die wichtigen Dinge tun muss: „First things first“. Für mich heißt das in Bad Kissingen: „Kids first“, auch weil es unsere Zuständigkeit im Staatsgefüge ist.
Ich bedanke auch im Namen des Stadtrats bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung mit Frau Schwind, Herr Schneider, Herr Scharf, Herr Seufert, Frau Kauffmann, die diesen Prozess mit so viel Engagement und Lust am Gestalten mit allen Beteiligten soweit gebracht haben, und natürlich bei der Schulleitung um Bernd Czelustek, dem dieser Neubau mehr ist als ein Projekt, ein bisschen Lebenswerk wird da wohl drinstecken, lieber Bernd. Ich wünsche uns allen einen Bauablauf, der Zeit, Kosten und Qualität einhält und unfallfrei vonstattengeht.