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FANNY BLOEMENDAL, geb. Neustadt (1879 - 1943), Theresienstraße 10

Fanny Kelah Neustadt wurde am 29. April 1879 in Hamburg geboren. Ihre Eltern waren Moritz Neustadt und Klara Goldstein. Nach ihrer Hochzeit mit Siegfried Bloemendal lebte Fanny zunächst in Ober-lngelheim, wo sie ihren Sohn Manfred zur Welt brachte. Im Jahre 1910 zog die junge Familie nach Bad Kissingen um.
 

Fanny Bloemendal übte keinen Beruf aus, sondern sorgte sich als Hausfrau um die Wohnung in der Grabengasse 8. Im Jahr 1912 gebar sie ihren zweiten Sohn Josef. Zwanzig Jahre später, 1932, bezog die Familie für eineinhalb Jahre eine Wohnung in der Theresienstraße 5 (heute Nr. 10). Im November 1933 musste Fanny Bloemendal mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten in die Niederlande fliehen, dem Heimatland ihres Mannes. Dort wohnte sie in Arnheim in der Driekoningendwarsstraat 87.

Nachdem die deutsche Wehrmacht in Holland eingefallen war, wurde Fanny Bloemendal ins Weesterbork Camp, einer Art KZ-Sammellager, verschleppt. Von dort aus wurde sie 1943 ins KZ Auschwitz deportiert. Dort starb sie am 10. September 1943 im Alter von 64 Jahren.


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Text: Andreas Reuter

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