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Kriegerdenkmal im Parkfriedhof wird neu gestaltet

Nach dem Diebstahl der Gedenktafel des Kriegerdenkmals am Parkfriedhof im März 2018 bestand die Notwendigkeit, die Anlage neu zu gestalten. In einem ersten Schritt wurden drei neue Gedenktafeln verlegt, auf denen die Namen derer zu finden sind, die in Bad Kissingen verstorben und auf dem Parkfriedhof begraben worden sind.

Es handelt sich dabei überwiegend um Soldaten, die in Lazaretten in der Stadt verstarben, teilweise auch um Verstorbene mit einer anderen als der deutschen Nationalität. 

Nachdem die drei neuen Gedenktafeln errichtet worden waren, wurde durch Hinweise aus der Bevölkerung schnell klar, dass die jetzt angebrachten Namen nicht mit denen identisch sind, die vorher auf den entwendeten Gedenktafeln zu finden gewesen waren. Insgesamt geht es dabei um alle Bad Kissinger, die nicht hier beerdigt sind, ihre letzte Ruhestätte also entweder in den ehemaligen Kriegsgebieten selbst gefunden haben, als vermisst gelten oder für tot erklärt worden sind. 

Es handelt sich nach derzeitigem Stand dabei insgesamt um ca. 465 Personen. Selbstverständlich werden diese auch künftig Erwähnung auf dem Kriegerdenkmal im Parkfriedhof finden. Deshalb begann die Stadtverwaltung umfänglich zu recherchieren. Diese Recherche u.a. beim Bundesarchiv in Koblenz und dem Volksbund Kriegsgräberfürsorge e.V. und weiteren Archiven, Datenbanken und Ämtern dauert derzeit noch an. Eine sorgfältige Grundlagenermittlung ist den Verantwortlichen jetzt wichtiger als eine schnelle Präsentation von Lösungen. Bürgermeister Schick führte in der Bauausschusssitzung vom 5. Juni aus, dass es jetzt mehr um „Gewissenhaftigkeit als um Schnelligkeit“ gehe. Parallel zur Sammlung der erforderlichen Daten der Kriegsgefallenen ist die Verwaltung jetzt auch dabei, gemeinsam mit den Stadtratsfraktionen Gestaltungsvorschläge zu entwickeln. Diese werden dann dem Stadtrat präsentiert. 

Hier wird entschieden werden, in welcher gestalterischen Form den Kriegsgefallenen gedacht werden soll. Vorstellbar sind zum Beispiel große Stelen, auf denen die Namen der Kriegsgefallenen und -vermissten, die nicht in Bad Kissingen beerdigt sind, gesondert aufgeführt werden. Insgesamt wird also eine Anlage entstehen, die umfänglich all derer gedenkt, die entweder in Bad Kissingen beerdigt sind oder aus Bad Kissingen stammten und in den Kriegsgebieten ihr Leben verloren.

Sobald die Stadtverwaltung über eine - nach ihrer Ansicht - vollständige und abschließende Liste der Namen und Daten der Kriegsgefallenen und -vermissten verfügt, die auf der Gedenkanlage genannt werden sollen, wird sie diese öffentlich bekannt machen und für jeden Bürger zugänglich machen. So wird sichergestellt werden, dass auch alle Hinweise aus der Bürgerschaft berücksichtigt und abgeglichen werden können.
 

Bild: So könnte eine zukünftige Gestaltung des Kriegerdenkmals im Parkfriedhof aussehen.

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