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Tag des offenen Denkmals® 2021: Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege

Peters Burg

Beispielhaft für die schloss- oder burgähnlichen Gebäude wird am Tag des offenen Denkmals® 2021 das Haus Maxstraße 30 vorgestellt.

Es wurde 1903 vom Bad Kissinger Kunstschlosser Peter Anton Deeg (1875–1940) errichtet und ist heute noch im Familienbesitz. Architekt war Carl Krampf, ein zu dieser Zeit in Bad Kissingen bedeutender Baumeister.
Es stellt sich dar als eine Burg in Formen der deutschen Renaissance, aus Rotsandstein-Bossenquadern mit Türmen, Loggien und Erkern sowie Grausandstein-Gliederungen. Die geschmiedeten eisernen Balkongitter sind ein Werk des Bauherrn. Als begeisterter Angler krönte Deeg die Turmspitze mit einem schmiedeeisernen Fisch als Wetterfahne.

Peter Deeg war ein Virtuose auf dem Gebiet der Kunstschlosserei. Er fertigte Tore für die Großfürstin Marija Alexandrowna von Russland und handgeschmiedete Türbeschläge für die Hofburg in Wien im Auftrag von Kaiserin Elisabeth (Sisi) von Österreich. Ein Hirschkopf, den er für Lord Gordon schuf, diente nachfolgend als Vorlage für den kennzeichnenden Schmuck der Bayerischen Forstämter. Zu dem Œuvre von Deeg gehörten auch kleinere Objekte wie Kandelaber, Hängelampen oder Schmuckelemente.

Sehenswerte, von ihm geschmiedete Tore finden sich in Bad Kissingen noch an der Deegenberg-Klinik (Burgstraße 21), dem ehemaligen Haus Kellermann (von-Hessingstr. 2) sowie in Schloss Craheim (bei Stadtlauringen).

Falls es im Rahmen der Pandemievorschriften am 12. September möglich ist, informiert Stadtheimatpfleger Peter Kaidel um 11:00 und 15:00 Uhr vor dem Haus Maxstraße 30 zu diesem Thema.

Falls dies nicht stattfinden kann, sind Sie eingeladen das Haus vor Ort (von außen) in Augenschein zu nehmen.