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Suche und Sucht

Seminar für Menschen, die mit Menschen arbeiten

 


Termin: 16.11.2020
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Veranstaltungsort
Heiligenfeld Kliniken – Akademie Heiligenfeld
Altenbergweg 3
97688 Bad Kissingen
T 0971 844600
F 0971 844220
E-Mail: info@akademie-heiligenfeld.de
Internet: http://www.akademie-heiligenfeld.deexterner Link

Es ist auffallend, wie nah diese beiden Worte einander sind: Suche und Sucht. In diesem Seminar wird die tief liegende Suchbewegung in uns erforscht und wie man sich selbst und andere darin auf heilsame Art begleiten kann. Was suchen wir wirklich? Welches Grundgefühl treibt diese Suche an? Wie versuchen wir den offenen Raum der Suche mit Suchtstoffen oder Suchtgewohnheiten zu füllen? Wie gehen wir mit unseren Gefühlen von Unsicherheit, Langeweile, Hilflosigkeit, Ärger, Schmerz und Verwirrung um? Warum versuchen wir unsere innere Leere mit etwas zu kompensieren, das uns langfristig schadet?

Als gute Helfer und Helferinnen liegt die Verführung nah, über Helfen, Ratschläge geben, die Welt zu erklären oder soziales Engagement wichtig und bedeutsam zu wirken, selbst wenn innerlich vieles unaufgeräumt und unerlöst ist. Statt gemeinsam Fragen zu stellen und ergebnisoffen zu forschen und zu begleiten, versuchen wir die "Hausaufgaben" für andere zu machen und strengen uns dabei oft übermäßig an. Wie können wir lernen, dem Leben zu dienen, durchlässig zu werden für die heilenden Kräfte und unsere Präsenz statt unser ausschließlich unser Wissen anzubieten? Wie können wir uns selbst im Tun nähren?

Aufbau des Seminars

Im Seminar kommen vielfältige Methoden und Übungen zum Einsatz. Die ersten beiden Tage ist es erfahrungsorientiert und bringt unmittelbar mit den inneren Vorgängen in Kontakt:

Der Mechanismus von Mangelgefühlen und ihrer Kompensation
Entdecken einer tieferen Verankerung im Körper und in der Seele
Eingeständnis von Sucht, präsent bleiben bei Ohnmacht, Unsicherheit und Verwirrung
Innere Veränderungsmöglichkeiten: Wahrnehmen, was innen vor sich geht, sich mitteilen im geschützten Raum, gehört werden, Akzeptanz entwickeln
Äußere Veränderungsmöglichkeiten in den Blick nehmen

In der zweiten Hälfte liegt das Schwergewicht auf Wissen, Verstehen und Anwendung in Beratung und Therapie. Dabei wird Prof. Oliver Kayser auch in die Welt der psychoaktiven Substanzen und ihrer biochemischen Zusammensetzung und Wirkweise einführen: Wo setzen sie an? Wie wirken sie?


Sichtweisen auf Sucht

Sucht als Betäubung, weil der innere Reichtum nicht gespürt wird; Sucht als Schmerzmittel
Sucht als Flucht, weil das Sein, die innere Stille als vernichtender Abgrund falsch etikettiert ist und gemieden wird
Sucht als Trost: Für ein paar Momente innerer Wärme, innerer Leichtigkeit, Entspanntheit, Freiheit etc. gebe ich alles
Rausch als punktuelle Transzendenz: Überwindung des kleinen Ich, Entfliehen aus dem Gefängnis der "Normalität" über Einnahme von LSD, Haschisch, Ecstasy, Amphetaminen, Meskalin uam.
Die spirituelle, innere grenzenlose Welt erscheint manchmal spannender als die konkrete Welt mit all ihren Herausforderungen
Spirituelle Erfahrungssucht als Flucht vor dem Leben, dem Ankommen im Konkreten

Anerkennung:

Fortbildungspunkte werden bei der Psychothreapeutenkammer beantragt. Ca. 53 Punkte



Fortbildungsstruktur:

Beginn: Mo. 19:00 Uhr, Ende. Fr. 12:30 Uhr


Zielgruppe:

Für Menschen, die mit Menschen arbeiten: Therapeuten, Beratende, Pflegende, Lehrer, Heiler, Sozialarbeiter, Ärzte, Pfarrer, Bezugspersonen.


Kursleitung:
Dorothea Wettengel (Galuska), Martin Steiner, Prof. Oliver Kayser

Preis:
– Standard 530,00 EUR inkl. 19% MwSt.

Weitere Informationen finden Sie hierexterner Link.

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