Benutzername:
Passwort:

Passwort vergessen?

Die Entwicklung der Gedenkstätte

Das Bad Kissinger Soldatengräberfeld des 2. Weltkriegs wurde 1969 als Gedenkstätte eingeweiht, 1989 erweitert und 2021 umgestaltet. Diese Geschichte wird hier beschrieben.

Bestattungen in den Kriegsjahren
Viele Bad Kissinger Kureinrichtungen wurden im zweiten Weltkrieg als Lazarette umgenutzt. Die in diesen Lazaretten verstorbenen Soldaten, die nicht mehr an ihren Heimatort zurückkehren konnten, wurden während der Kriegsjahre auf dem Parkfriedhof bestattet.
Eine Gedenkstätte wird ab 1968 eingerichtet
1968 und 1969 wurde in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. eine zentrale, vom Architekten Max Ramer aus München entworfene Anlage zur Erinnerung an diese 184 Kriegstoten im Parkfriedhof errichtet. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die 72 außerhalb des Soldatengräberfeldes Beigesetzten dorthin umgebettet. Alle Gräber auf diesem Feld in der großen, ruhigen Rasenfläche erhielten 1969 einheitliche, kreuzförmige Namenssteine aus witterungsbeständiger Keramik, die bündig im Rasen verlegt wurden und bis heute erhalten sind. Unter den hier Bestatteten befinden sich auch drei unbekannte Soldaten.
Erweiterung der Gedenkstätte ab 1988
In den Jahren 1988 und 1989 wurde die Gedenkstätte auf Beschluss des Kultur- und Verwaltungsausschusses des Stadtrates, mit 11 Gedenktafeln aus Bronze erweitert. Dabei wurden die Namen der Bad Kissinger Bürgerinnen und Bürger ergänzt, die in militärischen Diensten im Zweiten Weltkrieg gefallen sind und in der Fremde begraben wurden. Auch die vermissten und für tot erklärten Soldaten aus Bad Kissingen wurden in dieses Verzeichnis auf den Bronzetafeln mit aufgenommen.

Es wurde außerdem beschlossen, die Gedenktafeln zusätzlich zu den Namen mit folgendem Spruch zu versehen:„DIE IHR DAS LEBEN GABT, EUCH SEI GOTTES LICHT – DIE IHR DAS LEBEN HABT, EUCH SEI FRIEDEN PFLICHT“
 



Nachdem die 11 Gedenktafeln von 1989 im Frühjahr 2018 von Unbekannten gestohlen wurden, hat der Stadtrat 2019 beschlossen, dass die Kriegsgefallenen-Gedenkstätte im Parkfriedhof im Rahmen der Ersatzbeschaffung für die Bronzetafeln auch umgestaltet werden soll.
Neugestaltung der Gedenkstätte ab 2019
Die verschwundenen Bronzetafeln wurden zügig durch drei neue Metalltafeln ersetzt. Diese drei Platten liegen heute an der Stirnseite des 1969 angelegten Rondells auf Muschelkalk-Sockelsteinen und verweisen nur noch auf die 184 im angrenzenden Ehrenfeld bestatteten Soldaten.

Durch die vom Stadtrat zusätzlich beauftragte Neugestaltung der Gedenkstätte durch das Landschaftsarchitekturbüro Land + plan aus Wartmannsroth wird das Ehrenfeld mittels einer geöffneten Sichtachse zwischen zwei neuen, seitlich des Rondells platzierten Erinnerungswänden für den Besucher optisch deutlich erkennbar in die Gedenkstätte mit einbezogen. Die Fertigstellung dieses räumlich sichtbar aufgewerteten Ortes des Innehaltens ist für April 2021 geplant.

Nach Abschluß der Umgestaltung wird an die im Zweiten Weltkrieg in der Fremde Gefallenen, für tot Erklärten und Vermissten aus Bad Kissingen auf einzeln gravierten Metallplaketten erinnert, die an den sechs Einzelelementen der zwei Erinnerungswände seitlich des Rondells befestigt sein werden. Der 466 Bürger und einer Bürgerin der Stadt Bad Kissingen, die nie in ihre Heimatstadt zurückgekehrt sind, wird dann hier (wieder) namentlich gedacht werden.