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Die Bad Kissinger Rosenkönigin Lynnette Schmidt geht in die Verlängerung

Jedes Jahr blickt die amtierende Rosenkönigin am Ende ihrer Amtszeit im Stadtblatt auf ihr Jahr zurück. Doch wie auch in allen anderen Bereichen, so ist es auch mit der Bad Kissinger Rosenkönigin in diesem Jahr anders. Nachdem alle Veranstaltungen ab Mitte März abgesagt wurden, sah es zuerst so aus, als ob die Zeit als Rosenkönigin für Lynnette Schmidt ein vorschnelles Ende nehmen würde. Da aber auch der Rosenball zu den abgesagten Veranstaltungen gehört und damit auch die Wahl einer neuen Rosenkönigin betroffen ist, bekam sie doch noch die Chance weiterhin als Rosenkönigin tätig zu sein. Zum ersten Mal gibt es eine Bad Kissinger Rosenkönigin, die zwei Jahre im Amt sein wird. Das Abschlussinterview wurde somit zum Zwischenbericht.

Das erste Jahr als Bad Kissinger Rosenkönigin neigt sich dem Ende zu. Was für Eindrücke nimmst du mit?

L.S.: Ganz schöne und vielseitige. Ich durfte viele Erfahrungen sammeln und viele neue Leute kennenlernen in den verschiedensten Einsatzbereichen. Zum Beispiel der Hauptkommissar von der Polizei, der mich kurz nach dem Rosenball bei der Off-Road Messe begrüßt hat  ̶  dort helfe ich immer mit. Der hat dann auch einen kleinen Spaß draus gemacht und seine Kollegen mussten im Camp auf die Suche nach der Rosenkönigin gehen. Als sie mich dann gefunden haben, wurden sie auch belohnt. So nette Begegnungen oder Gespräche nehme ich natürlich mit. Ich hatte so ca. 60 Termine im vergangenen Jahr: das Rakoczy-Fest war das erste Highlight. Danach folgten zum Beispiel Run and Fun, Ehrenbürgermedaille, Eröffnung Kissinger Lichterglanz, Städtebautagung, Nacht des Sports, Hochzeitsmesse und einige Konzerte des Kissinger Sommer. Da nimmt man natürlich eine Menge Eindrücke und Begegnungen mit.
Außerdem geht man nun natürlich ganz anders durch die Stadt. Man kann jetzt nicht mehr so anonym durch die Straßen gehen, sondern wird schon oft angesprochen. Oder wenn ich unten am Wertstoffhof bin, dann kamen schon so Sprüche wie „Hurra, Hurra, die Rosenkönigin ist da.“ (lacht) Das war ganz witzig und ich habe mich auch sehr gefreut über jeden, der mich erkannt hat.

Hattest du ein persönliches Highlight?

L.S.: Zur Vorweihnachtszeit, als ich als Christkind in den Krankenhäusern und Kindergärten unterwegs war oder im Wohnstift  ̶  also bei den älteren Leuten sowohl als auch bei den Kindern. Das war für mich so eine kleine Herzensangelegenheit und die kam auch ganz gut an und ich wurde auch gefragt, ob ich nächstes Jahr wiederkomme. 
Für die Veranstaltungen dort habe ich mir immer vorher einen kleinen Rahmen gesteckt. Sprich ein paar Lieder mit den jeweiligen Gruppen gesungen – bekannte Weihnachtslieder – und dann auch noch ein paar Gedanken geteilt. Für die älteren Menschen ein paar sinnlichere Gedanken, tiefgründigere und bei den Kindern einfach so Weihnachtsgedanken, um den Kindern die Chance zu geben, mit dem Engel zu sprechen oder mit dem Christkind. Die konnten dann auch noch Fragen stellen und mit mir gemeinsam Rätsel lösen in der Zeit in der ich da war und hatten damit auch viel Spaß. Für jede Gruppe gab es dann auch noch ein kleines Präsent, was ich von der Stadt gestellt bekommen und mitgenommen habe, z.B. Herzschokolade oder kleine Spielsachen. Eine kleine Aufmerksamkeit einfach.

Siehst du Bad Kissingen jetzt mit anderen Augen als vorher? 

L.S.: Es hat ein Perspektivenwechsel stattgefunden. Man wird natürlich in einem ganz anderen Rahmen eingeladen, z.B. zu Festlichkeiten wie der Verleihung der Bürgermedaille oder dem Neujahrsempfang. Das Rakoczy-Fest habe ich natürlich aus einer ganz anderen Perspektive erlebt mit dem traditionellen Ball vorneweg und dann einfach mal unter die sogenannten VIPs einzutauchen. Oder auch die Nacht des Sports. Bei allen Festlichkeiten wurde ich herzlich aufgenommen und habe viele interessante Persönlichkeiten kennenlernen dürfen. Da wurden mir wirklich viele Türen geöffnet und es war eine sehr schöne Erfahrung. Diese Momente möchte ich nicht mehr missen und die nehme ich auf jeden Fall mit.

Gibt es einen Punkt, der dich deine gesamte Amtszeit begleitet hat?

L.S.: Ja, die Flexibilität. Man muss schon sehr flexibel sein und man benötigt ein gutes organisatorisches Management um die Aufgaben als Rosenkönigin mit Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.

Du bist die erste Bad Kissinger Rosenkönigin, die zwei Jahre im Amt sein wird und du bist auch die erste Rosenkönigin, die während ihrer Amtszeit Mama geworden ist  ̶  wie ist das für dich?

L.S.: Ein unglaubliches, gesundes Wunder ist mir beschert worden. Ich freue mich sehr, dass der neue Erdenbürger gesund und munter ist. Es hat sich jetzt einiges verändert  ̶  das Leben als Paar ist zu einem Leben als kleine Familie geworden. Die Tagesstruktur hat sich grundlegend verändert. 
Das alles in dieser surrealen Zeit zu erleben, hat uns schon etwas Sorge gemacht. Die Befürchtung war, dass wir dieses besondere Erlebnis nicht als Paar erleben dürfen. Diese Sorgen wurden zum Glück nicht Realität. Es ist ein enorm schönes Gefühl Mama sein zu dürfen. 
Dass ich ein weiteres Jahr als Rosenkönigin tätig sein darf, freut mich natürlich riesig und ich freue mich sehr dieses kommende Jahr für meine Stadt aktiv zu sein.
Ich gehe gespannt und voller Vorfreude in die Verlängerung und wünsche allen alles Gute und vor allem Gesundheit!

 

Info:
Da der Rosenball wegen Corona in diesem Jahr nicht stattfinden kann, wird auch die dazugehörige Wahl zur Rosenkönigin auf das nächste Jahr verschoben. Alle Kandidatinnen, die sich bereits beworben hatten und zum Casting eingeladen wurden, wurden benachrichtigt und sind ̶ so sie es dann noch wollen – automatisch auch im nächsten Jahr zum Casting zur Rosenkönigin eingeladen. Die amtierende Rosenkönigin Lynnette Schmidt wird Bad Kissingen ein weiteres Jahr als Rosenkönigin repräsentieren.


Bild 1: Rosenkönigin Lynnette Schmidt genoss zusammen mit den Rosenprinzessinnen Isabell Voll und Dana Rüttger das Rakoczy-Fest 2019. Auch die beiden Rosenprinzessinnen verlängern ihre Amtszeit um ein Jahr.

Bild 2: In der Weihnachtszeit war die Rosenkönigin als Christkind unterwegs

Bild 3: Rosenkönigin Lynnette Schmidt mit ihrer kleinen Rosenprinzessin Anna-Sophie