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Neue Feldgeschworene für Winkels

Mit der Vereidigung von drei neuen Feldgeschworenen durch Oberbürgermeister Kay Blankenburg in der Stadtratssitzung am 18.12.2019 wird im Stadtteil Winkels eine bayerische Tradition fortgeführt. Feldgeschworene, im Volksmund auch Siebener genannt, wirken in Bayern bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen mit. Sie setzen Grenzsteine höher und tiefer, wechseln beschädigte Grenzzeichen aus oder entfernen sie. Als Hüter gemeindlicher Grenzen und Abmarkungen arbeiten sie eng mit dem Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung zusammen.

Früher waren die Feldgeschworenen unverzichtbar um Grenzstreitigkeiten zu vermeiden. Aber auch heute ist die rund 500 Jahre alte bayerische Tradition noch aktuell. Das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung jedenfalls schätzt dieses Ehrenamt auf Lebenszeit als sehr wertvolle Hilfstätigkeit und auch in der Stadt Bad Kissingen ist man froh darüber. Hier kümmert sich das Liegenschaftsamt um die Feldgeschworenentätigkeit.

„Es ist wichtig, neue Feldgeschworene gefunden zu haben, um die Vielzahl der Vermessungen wahrnehmen zu können“, berichtet Feldgeschworenenobmann Otto Funck. Vier Feldgeschworene gibt es derzeit in Winkels. Allerdings sind aufgrund von Krankheit und Alter einige von ihnen nicht mehr aktiv. Umso erfreulicher also, dass sich mit Rafael Emmert, Hans Müller, Michael Renninger und Stefan Müller neue Feldgeschworene gefunden haben.

Oberbürgermeister Blankenburg dankte den neuen Feldgeschworenen für die Bereitschaft zur Übernahme dieses Ehrenamtes und vereidigt sie im Anschluss mit der in der Feldgeschworenenordnung festgelegten Eidesformel.
 

Foto (von links): 3. Bürgermeister Thomas Leiner, Feldgeschworenenobmann Otto Funck, Michael Renninger, Rafael Emmert, Hans Müller, 2. Bürgermeister Anton Schick, Oberbürgermeister Kay Blankenburg (es fehlt Stefan Müller)