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Friedhof in Winkels modernisiert

Der Friedhof Winkels ist seit letzter Woche über den Nebeneingang wieder erreichbar. Die umfangreiche Modernisierung, die es jetzt vor allem gehbehinderten Menschen ermöglicht den oberen Bereich des Friedhofs zu erreichen, ist bis auf Restarbeiten abgeschlossen.

„Nun sind alle Gräber auch für gehbehinderte Menschen erreichbar. Eine gute Nachricht für Winkels“, lobt Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel den umfangreichen Umbau, der fünf Monate dauerte. Die Rampe am Haupteingang wird noch asphaltiert. Bis zur Fertigstellung im Juni stehen noch Restarbeiten an.

Die steilen gekiesten Wege stellten Friedhofsbesucher, die nicht gut zu Fuß oder auf eine Gehhilfe angewiesen sind, bisher vor Probleme. Der Zutritt zur Anlage über das Haupttor wird als befestigter Weg angelegt. Er führt zur Aussegnungshalle, deren Vorplatz neugestaltet wurde. Von dort erschließt eine breite gepflasterte Rampe den oberen Friedhofsteil. Dort ist bei dem bestehenden Brunnen ein Podest entstanden, das etwa in der Mitte der neu angelegten Hauptsichtachse liegt. Die neue Sichtachse endet in einen kleinen Platz am Hochkreuz, das extra dafür um einige Meter nach Südosten versetzt wurde.

Bisher führten lediglich vier sanierungsbedürftige Treppen in den hochgelegenen Friedhofsteil. Sie wurden im Zuge der Sanierung ebenfalls mit Muschelkalkblockstufen neugestaltet und mit neuen Geländern ausgerüstet. Die Rasenfläche vor der Rampe soll für Urnenbeisetzungen genutzt werden. Die Urnen werden in den Rasen beigesetzt und die dazugehörigen Namenschilder finden ihren Platz an der mit Muschelkalk verblendeten Stützmauer.

Die Stadt hat diese Umbaumaßnahmen genutzt, um zusätzlich die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu modernisieren, einige Neupflanzungen anzulegen und eine Pfandstation für Transportwägen anzuschaffen, mit dem Friedhofsbesucher beispielsweise Geräte oder schwere Blumenschalen bis zu ihrem Familiengrab transportieren können.

„All das hätten wir nicht so reibungslos durchführen können, wenn wir nicht mit so vielen Grabbesitzern gut zusammengearbeitet hätten“, sagt Peter Borst, der das Projekt geleitet hat, „für den Umbau mussten einige Gräber abgebaut werden. Und Arbeiten an Grabstellen sind immer eine heikle Sache. Da hängen viele Emotionen dran. Ich kann mich nur nochmals für das Verständnis bei den Bürgern bedanken.“

Hinweis: Der Nebeneingang des Friedhofs Winkels ist bis Juni über einen Erdweg erreichbar, der bei Nässe aufweichen kann.

Zahlen, Daten, Fakten zum Friedhof in Winkels:
•   3100 Quadratmeter groß; Hanglage
•   263 Grabstätten, von denen 118 belegt sind
•   Hochkreuz von 1878 von Valentin Weidner
•   Planung durch das Landschaftsarchitekturbüro Dietz und Partner
•   Bauausführung: Gartendesign Metz
•   Baubeginn: Dezember 2019 / Baufertigstellung: Mai 2020
•   Kostenschätzung: 350.000 Euro