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Abschied von Stadtmusikdirektor Bernd Hammer

Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel reicht den Taktstock der Städt. Musikschule von Stadtmusikdirektor Bernd Hammer an Matthias Zull weiter

Stadtmusikdirektor Bernd Hammer hat den Taktstock als Leiter der städt. Musikschule und des Jugendmusikkorps der Stadt Bad Kissingen an Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel zurückgegeben.

Matthias Zull, der langjährige Stellvertreter Hammers, wird zukünftig bei diesen beiden Institutionen den Takt angeben. Roman Riedel, Orchestermanager der Staatsbad Philharmonie Kissingen, übernimmt die stellvertretende Leitung der städt. Musikschule.

Abschiedskummer lohnt sich nicht, Bernd Hammer

Für Siw Malmquist war der Hit „Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling“ 1964 der große Erfolg in Deutschland. Mit der etwas angepassten Version dieses Liedes „Abschiedskummer lohnt sich nicht, Bernd Hammer“ verabschiedeten sich die beiden Musiklehrer der städt. Musikschule Matthias Kling und Barbara Moritz von Stadtmusikdirektor Bernd Hammer. Nach 19 Jahren des Wirkens gab dieser den Taktstock von städt. Musikschule und Jugendmusikkorps an Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel zurück. „Bernd Hammer ist über die Jahre die personifizierte Institution unseres Jugendmusikkorps geworden“, würdigte Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel die Arbeit von Bernd Hammer. Der Stadtmusikdirektor leitete im Laufe seiner Ära rund 800 Proben mit dem Juhendmusikkorps, mit zirka 25.000 Stunden und unzählige Konzerte. Das Jugendmusikkorps sei zu einem Mythos geworden, bescheinigte Altoberbürgermeister Kay Blankenburg.

50 Konzertreisen in fast 20 Jahren

Unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Bernd Hammer spielte das Jugendmusikkorps Konzerte auf allen Kontinenten, außer in Australien. „Einen muss man ja übrig lassen“, kommentierte dies Bernd Hammer. Über 50 Reisen hatte das Team um den Stadtmusikdirektor unternommen, unter anderem in die Partnerstädte Bad Kissingens Eisenstadt, Massa und Vernon. Zum fünfzigsten Jubiläum des Jugendmusikkorps waren die jungen Botschafter der Stadt zur Konzertreise in Südafrika. Im vergangenen Jahr liefen die Jungen und Mädchen unter der Leitung von Bernd Hammer bei der deutsch-amerikanische Steubenparade, der größten Parade zu Ehren deutscher Einwanderer der USA, in New York mit. Auftritte beim Rakoczy-Fest, zur Eröffnung des Kissinger Sommers oder beim Festumzug des Oktoberfests gelten inzwischen als gesetzt. 

Fast 3.000 Schülerinnen und Schüler haben in den Zeiten von Bernd Hammers Wirken die städt. Musikschule durchlaufen und zahlreiche Auszeichnungen – insbesondere erste Plätze – bei landes- und bundesweiten Musikwettbewerben erspielt. Dies zeigt zugleich auf welchem Niveau an der städt. Musikschule Musikverständnis vermittelt wird.

Matthias Zull gibt nun den Takt an

Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel gab den Taktstock weiter an Matthias Zull, den langjährigen Stellvertreter Bernd Hammers. Zukünftig wird er sowohl in der Musikschule, wie auch beim Jugendmusikkorps den Ton angeben. Das Verbindende dieses Duos beschrieb Bad Kissingens Kulturreferent Peter Weidisch: „Beide sind Vollblutmusiker. Musiker im eigentlichen Sinne des Wortes. Sie wollen spielen, sie wollen ‚Musik machen‘. Das ist ihre Leidenschaft. Bernd Hammer und Matthias Zull. Der scheidende Leiter und der langjährige Stellvertreter, der neue Chef der Musikschule. Beide brennen für ihre Musikschule, ihr JMK.“ Roman Riedel, Orchestermanager der Staatsbad Philharmonie Kissingen wird nun der Stellvertreter Matthias Zulls.

Bernd Hammer verabschiedete sichtlich bewegt mit einer kleinen Rede. „Ich kann mit so viel Lob nicht umgehen, weil ich das alles für Sie gemacht habe. Ich habe das alles mit der Jugend gemacht. Ich habe das alles so gemacht, weil ich es einfach machen wollte und weil man es von mir erwartet hat“, sagte er gewohnt bescheiden. Er hob die Zusammenarbeit und Unterstützung durch den Elternbeirat und den Förderverein hervor. Aber auch der Orchesterbeirat war ihm sehr wichtig. „Im nächsten Jahr werde ich beim Oktoberfestzug dabei sein. Das habe ich der Jugend bereits versprochen“, plant der künftige Pensionär, gab aber gleich mit einem Augenzwinkern an, einen Tag früher an- und einen Tag später abreisen zu wollen. „Es ist jetzt auch an der Zeit, dass es in die Hände von Matthias (Zull) geht“, so Bernd Hammer.