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Bad Kissingen investiert in die Infrastruktur: Kanalsanierung in Albertshausen

Die Stadt Bad Kissingen investiert in die Sanierung der Infrastruktur im Stadtteil Albertshausen. Hier werden in sieben Straßen die Kanäle mithilfe eines sogenannten Liners saniert. Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel machte sich persönlich ein Bild von der Maßnahme.

Die Stadt Bad Kissingen saniert derzeit die Kanäle in Albertshausen. Bei Kanaluntersuchungen hatten sich Schäden im Kanalbestand gezeigt. Durch verschiedene Messungen in den einzelnen Kanälen wurde festgestellt, dass eine große Menge an Fremdwasser in die Kanäle eindringt. Die betroffenen Mischwasserkanäle nehmen Abwasser aus Haushalten, Regenwasser und Straßenentwässerung auf. Um größere langfristige Schäden zu vermeiden, wird die Stadt diese Kanäle in diesem Jahr instand setzen. Die Arbeiten finden weitgehend unterirdisch statt, daher ist nicht mit Einschränkungen durch den Baustellenbetrieb zu rechnen. Die direkt betroffenen Anwohner werden rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten informiert. Maßnahmen am Kanalbestand
„Es ist wichtig und unsere kommunale Pflichtaufgabe, dass wir die Infrastruktur in der Stadt und unseren Stadtteilen sorgfältig warten und im Bedarfsfall sanieren. Die ökologischen und ökonomischen Vorteile liegen auf der Hand: Das Grundwasser wird geschützt und die Kosten der Kläranlage reduziert“, so Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel. Aus Sicht des Umwelt- und Grundwasserschutzes gilt es zu beachten, dort, wo Wasser von außen in den Kanal eindringen kann, kann auch Abwasser nach außen fließen. Mögliche Bodenauswaschungen durch Infiltrationen sowie der Wartungs- und Instandhaltungsaufwand für das Kanalnetz werden durch die aktuelle Sanierung reduziert. Die Schäden im Albertshausener Kanalbestand führten außerdem zu einem Anstieg des Fremdwasseranteils und somit zu einem erhöhten Reinigungsaufwand in der Kläranlage (des Abwasserzweckverbands Thulba-Saale, Markt Oberthulba); auch die damit verbundenen Kosten stiegen an. Damit die Dichtheit und die Betriebssicherheit wieder gewährleistet ist, werden die Kanäle im Schlauchliner-Verfahren saniert. Bei diesem Verfahren wird ein harzgetränkter Kunstfaserschlauch in den Kanal eingezogen. Hierfür wurde eine Art Gerüstturm aufgebaut. Von dort aus wird der Liner von oben in die Kanalisation eingelassen und mit Wasser gefüllt. Durch sein Eigengewicht und das Gewicht des Wassers schiebt er sich durch den jeweiligen Teilbereich. Ist der entsprechende Teilbereich ausgefüllt, wird der Schlauch aufgeblasen und das Wasser erhitzt. Dadurch legt sich das flexible Kunstfasermaterial formschlüssig und nahezu faltenfrei an die Rohrwandung an und härtet in wenigen Stunden aus. Die Schächte und Schachtanbindungen werden mit der Hand mit harzgetränkten Glasfasermatten abgedichtet. Wie geht es weiter?
Als nächster Schritt wird der Hauptsammler am Embach saniert. Im Laufe der nächsten Monate wird der Erfolg der gesamten Sanierungsmaßnahme dann überprüft, indem in Albertshausen wieder eine Messung des Wasserdurchflusses im Kanal erfolgt. Bereits vor der Sanierungsmaßnahme wurde der Wasserdurchlauf gemessen, um Referenzwerte zu haben, anhand derer festgestellt werden kann ob sich die Wassermenge durch den Einbau des Liners verringert. Denn der Hintergrund dieser aufwendigen Kanalsanierung durch die Stadt Bad Kissingen ist das bislang in den Kanal drückende Grundwasser. Dadurch wird die Abwassermenge vergrößert und es gelangt unnötigerweise eine beachtliche Menge Grundwasser in die Kläranlage, das gar nicht gereinigt werden müsste.Baumaßnahmen in sieben Straßen
Die Baumaßnahmen zur Kanalsanierung finden in folgenden Straßen statt:

  • St.-Michael-Straße (Kanal- und Stutzensanierung)
  • Albertshausener Straße (Kanal- und Schachtsanierung)
  • Rosenäcker (Kanal- und Stutzensanierung)
  • Valentin-Rathgeber-Straße (Kanal- und Stutzensanierung)
  • Niklaus-Fey-Straße (Kanal- und Stutzensanierung)
  • Am Embach (Schacht- und Stutzensanierung)
  • Wittershausener Straße (Schacht- und Stutzensanierung)