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Infrastrukturerneuerungen in der Erhardstraße

Die Stadt Bad Kissingen investiert weiter in ihre Infrastruktur. In der Dr.-Georg-Heim-Straße haben die Arbeiten im Dezember begonnen. Die Burgstraße und „Im Krautgarten“ folgen in 2020. In der Erhardstraße wird bereits seit 1. August 2017 die gesamte Infrastruktur erneuert. Den vierten Bauabschnitt gab Oberbürgermeister Kay Blankenburg für den Verkehr frei. Er erinnerte daran, dass die „große Maßnahme“ notwendig wurde, weil die Mischwasserkanalisation in der Erhardstraße gemäß der Kanalrahmenplanung unterdimensioniert gewesen sei und in den defekten Bergwasserkanal, der bereits mehrfach an unterschiedlichen Stellen eingebrochen war, entlastete.
 
Erneuerung der gesamten Infrastruktur
Über die Erhardstraße wurde die gesamte Infrastruktur erneuert. Hierzu zählen der Kanal und alle Sparten. So haben die Stadtwerke Bad Kissingen GmbH Gas-, Wasser- und Stromleitungen neu verlegt sowie Glasfaserkabel gelegt. Auch Vodafon Kabel Deutschland und die Deutsche Telekom haben ihr Telekommunikationsnetz erneuert und ertüchtigt. Straße und Gehwege wurden im Vollausbau hergestellt. „Wo es ging, haben wir den Übergang zwischen Straße und Gehweg barrierefrei gestaltet“, freute sich Oberbürgermeister Kay Blankenburg. Hierfür erhält die Stadt Bad Kissingen über das Projekt Soziale Stadt eine Förderung von 5.600 Euro. 

Schaffung von Grüninseln
„Im Zuge der Baumaßnahme sind auch Grüninseln entstanden. Wir haben hier bereits fünf Ahornbäume gepflanzt. Und pflanzen heute ganz neu zwei Lederhülsenbäume (Gleditsia triacanthos „Skyline“). Es handelt sich hierbei um den verbreitetsten Straßenbaum in Nordamerika, weil anspruchslos und mit Hitze und Trockenheit gut zurechtkommend“, beschreibt Oberbürgermeister Kay Blankenburg. Zusammen mit dem Leiter des städtischen Bauamts Jan Voll, Hans-Ulrich Hossfeld Gesellschafter des Ingenieurbüros Hossfeld und Fischer, Klaus Gundalach, Bauoberleitung der Firma Burger Bau pflanzte Oberbürgermeister Kay Blankenburg einen dieser Bäume. Der Lederhülsenbaum zählt zu den Stadtbaumarten der Zukunft und wurde von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau im Forschungsprojekt Stadtgrün 2021 vorgeschlagen. 

Kosten: Rund 5,5 Millionen Euro
„Wenn wir über Kosten sprechen, dann sprechen wir darüber, dass diese Maßnahme rund 5,5 Millionen Euro gekostet hat und davon, wie so oft, der Kanal mit 3 Millionen Euro den Löwenanteil verursacht. Auf die Straße entfallen 2,5 Millionen Euro“, rechnete Oberbürgermeister Kay Blankenburg vor. Die staatliche Förderung liege bei 420.000 Euro. Über die Beteiligung der Sparten bekomme die Stadt Bad Kissingen eine Kostenerstattung in Höhe von rund 300.000 Euro.

Fertigstellung für Frühjahr vorgesehen
Die Baumaßnahme wurde in fünf Bauabschnitte aufgeteilt, wobei der fünfte Abschnitt noch nicht fertig ist. Der aktuell fertiggestellte vierte Bauabschnitt erstreckte sich von der Höhe Tankstelle bis zur St 2292 (Ostring). Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für Frühjahr 2020 vorgesehen. Die Kreuzung Ostring/Erhardstraße ist bis dahin eingeschränkt nutzbar. Autofahrer können aus Gründen der Verkehrssicherheit in stadtauswärtiger Richtung von der Erhardstraße nach rechts in den Ostring abbiegen. Auf dem Ostring fahrend ist das Abbiegen ausschließlich von Hausen kommend nach rechts in die Erhardstraße möglich. Der Grund: Die Ampelanlage an der Kreuzung Ostring/Erhardstraße kann erst mit Abschluss des letzten Bauabschnitts den Betrieb wieder aufnehmen. 
Der Dank aller Projektbeteiligten richtete sich insbesondere an die Anlieger der Erhardstraße.

Foto: Oberbürgermeister Kay Blankenburg pflanzte zusammen mit dem Hans-Ulrich Hossfeld, Gesellschafter des Ingenieurbüros Hossfeld und Fischer, Klaus Gundalach, Bauoberleitung der Firma Burger Bau und Jan Voll, dem Leiter des städtischen Bauamts einen Lederhülsenbaum.