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Erweiterung der Sinnberg-Grundschule

Die Sinnberg-Grundschule in Bad Kissingen soll in den kommenden Jahren durch einen Anbau erweitert werden. Hierzu wurde Ende November der Förderantrag bei der Regierung von Unterfranken eingereicht. Bereits in der Stadtratssitzung vom 21.03.2018 wurde über die Bewerbung der Stadt Bad Kissingen zur Aufnahme in das Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur „KIP-S“ entschieden. Die Stadt Bad Kissingen beauftragte daraufhin einen Architekten für eine mögliche Erweiterung der Schule eine Kubatur, also eine Ermittlung der Gebäudevolumens, mit einer groben Kostenzusammenstellung zu ermitteln. Die Idee, die dieser Ermittlung zu Grunde lag, war eine Aufstockung des bestehenden Gebäudes. Im Juli 2018 erhielt die Stadt Bad Kissingen den positiven Bescheid zur Aufnahme des Projektes Erweiterung der Sinnberg-Grundschule in das Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur.

Danach gab es aber noch weitere Entwicklungen, die berücksichtigt werden mussten. Im Herbst letzten Jahres wurden bei zwei Klassenzimmern Risse festgestellt, welche durch Austrocknungen im Untergrund auf Grund des heißen und trockenen Sommers im Jahr 2018 entstanden sind. Nähere Untersuchungen ergaben, dass deshalb eine Aufstockung auf dem Bestandsgebäude aufgrund statischer Anforderungen nicht wirtschaftlich ist. Diese Risse stellen allerdings keine Gefahr für die Standsicherheit des Gebäudes dar und sind auch ausschließlich in einem nachträglich durchgeführten Anbau aufgetreten. Dieser Gebäudeteil soll jetzt im Zuge des Erweiterungsbaus abgebrochen und ersetzt werden.

Wegen der nicht realisierbaren Aufstockung auf dem Bestand wurde durch das Architekturbüro Richter aus Bad Brückenau ein neuer, zweigeschossiger Baukörper als Anbau vor den bestehenden Schulbau entwickelt. Dieser soll entlang der Sinnbergpromenade errichtet werden und bildet damit ein neues „Eingangstor“ zum jetzigen Haupteingang. Hierdurch entsteht ein neuer Innenhof um das Atrium, dessen Anlage vor einigen Jahren durch den Förderverein der Schule finanziert wurde und das künftig mit nur kleinen Anpassungen erhalten bleibt. Gleichzeitig wurde das Raumprogramm aufbauend auf dem neuen Schulsprengel angepasst: Anhand des Raumprogramms, das von der Regierung von Unterfranken verbindlich vorgegeben wurde, fehlen Räume im bestehenden Schulhaus, weshalb im Erweiterungsbau jetzt zusätzliche Räume geschaffen werden. Die neue Planung umfasst nun vier Klassenzimmer, vier Gruppenräume und großzügige Multifunktionsflächen, die für ganz unterschiedliche Unterrichtszwecke genutzt werden können. Außerdem werden ein neuer Musikraum und zwei WTG-Räume (Werken und textiles Gestalten) sowie ein teilbarer Mehrzweckraum, der auch zum Ersatzklassenzimmer umfunktioniert werden kann, geschaffen. Die für eine vierzügige Grundschule erforderlichen Verwaltungsflächen, inklusive Archiv und Räumlichkeiten für das pädagogische Personal wurden ebenfalls ergänzt. Das mittlerweile zu klein gewordene Lehrerzimmer wird vergrößert und ein ruhiger Arbeitsbereich mit Bibliothek geschaffen. Der Anbau beinhaltet natürlich auch zwei neue WC-Anlagen und die erforderlichen Lagerflächen sowie einen Erste-Hilfe-Raum.

Der nun vorliegende Entwurfstand des neuen Erweiterungsbaus wurde in Gesprächen mit der Schulleitung sowie Vertretern der Regierung von Unterfranken und dem Behindertenbeauftragten der Stadt Bad Kissingen abgestimmt.

Am 23.10.2019 beschloss der Stadtrat mit dieser Planung und bei Gesamtkosten in Höhe von 3,56 Mio. Euro die Förderantragstellung bei der Regierung von Unterfranken.
In einem Informationsabend am 26.11.2019 wurde die bisherige Planung dem Lehrerkollegium, dem Elternbeirat, dem Förderverein und den Hausmeistern der Sinnberg-Grundschule durch die Verwaltung der Stadt Bad Kissingen und das Architekturbüro Richter vorgestellt. Nach den Begrüßungsworten des Oberbürgermeisters Kay Blankenburg und der Schulleiterin Anja Weigand-Hartmann, führten der Bauamtsleiter Jan Voll und die Leiterin des Referates Stadtplanung und Hochbau Christine Schwind in das Thema ein. Anschließend wurden die Teilnehmer an Infoständen mit Plänen und Eckdaten zu verschiedenen Themen über das Projekt informiert. Durch Gespräche mit Vertretern aus der Verwaltung und des Architekturbüros entstanden neue Ideen und Lösungsansätze zur Weiterentwicklung der Planung.  
Für das rege Interesse an der geplanten Erweiterung und die vielen Ideen bedankt sich das Stadtbauamt bei allen Teilnehmern.

Bild: Geplanter Erweiterungsbau aus Perspektive der Sinnberg-Promenade
© Architekturbüro Richter, Bad Brückenau