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8730 Alumni Netzwerk Bad Kissingen

Alumni stellen sich vor: Laura Pfülb

Einmal im Monat stellen wir einen Alumni im Interview vor. Hierbei werden immer die gleichen 8 Fragen gestellt. Seid gespannt auf die Antworten.

Steckbrief: Laura Pfülb

Geburtsjahr1990
Letztbesuchte Schule in Bad KissingenStaatliche Realschule Bad Kissingen
Schulabschluss im JahrMittlere Reife in 2006
BerufsausbildungIndustriekauffrau
Heute tätig alsVerwaltungsangestellte der Stadt Bad Kissingen im Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung
(Wohnort) Arbeitsort, LandBad Kissingen, Deutschland

Interview: Laura Pfülb

Alumni-Netzwerk: Laura, du hast 2006 Mittlere Reife in Bad Kissingen gemacht. Hand aufs Herz: Bist du gern in die Schule gegangen? Erzähl doch mal ein bisschen…

Laura Pfülb: An meine Schulzeit habe ich durch die Bank gute Erinnerungen. Angefangen hat es mit dem Besuch der Henneberg-Grundschule Garitz, danach folgten zwei Jahre auf der Hauptschule und ab der 7. Klasse ging es weiter auf die Realschule. Klar gab es zwischendurch mal Phasen, in denen die Lernbereitschaft und Motivation auf einem Minimum waren und dafür die sozialen Interaktionen mit den Mitschülern wichtiger waren. Aber summa summarum bin ich gern in die Schule gegangen und spätestens in der 9. Klasse kam die Freude am Lernen zurück.

Alumni-Netzwerk: Gab es Lehrerinnen und/oder Lehrer, die deine spätere Berufsentscheidung maßgeblich beeinflusst haben? Wenn ja, welche bzw. welcher und warum?

Laura Pfülb: Maßgeblich haben mich meine beiden Lehrerinnen aus der Realschule aus dem Fach Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen beeinflusst. Die beiden waren zwar streng und ich habe nachts quasi von Buchungssätzen und Bilanzen geträumt, trotzdem haben sie mein Interesse für eine kaufmännische Ausbildung geweckt und mir wurde klar, dass ich in dieser Berufssparte eine Ausbildung beginnen möchte.

Alumni-Netzwerk: Wie sahen deine Stationen nach der Schulzeit aus?

Laura Pfülb: Nach der Mittleren Reife habe ich eine 3-jährige Ausbildung zur Industriekauffrau bei Takata-Petri (heute Joyson PlasTec GmbH) im Stadtteil Albertshausen absolviert. Infolge der Automobilkrise im Jahr 2009 konnte ich allerdings nicht übernommen werden und bin dann nach einigen Überlegungen auf die Berufsoberschule nach Bad Neustadt gegangen. 2010 habe ich das Fachabitur mit der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung abgeschlossen – in Etappen, da die Geburt meines Sohnes sozusagen dazwischenfunkte. Die mündlichen Prüfungen erfolgten dann vor der Geburt, die schriftlichen zwei Monate danach. Während der Schul- und Elternzeit bestand immer Kontakt mit meinem Ausbildungsbetrieb und so konnte ich im Jahr 2011 im Bereich der Logistikplanung in Albertshausen wieder starten. Nach der Geburt meiner Tochter 2013 erfolgte wieder eine kurze Erziehungspause bis ins Jahr 2014, weiter ging es danach ebenfalls wieder bei Takata, diesmal im Bereich Sales & Marketing sowie Finance & Controlling. Da ich nebenbei seit mehreren Jahren als EMS-Trainerin tätig war, ergab sich 2016/2017 die Chance, hauptberuflich in diesem Bereich tätig zu werden und die EMS-Lounge Bad Kissingen aufzubauen. 2018 war dann nochmal ein Umbruch und ich habe mich beruflich abermals verändert. Ich habe mich im Ordnungsamt der Stadt Bad Kissingen beworben und bin seitdem beruflich angekommen. Aktuell habe ich nochmal die Chance, mich weiterzubilden mit einer Qualifizierung zur Verwaltungsfachangestellten, die momentan nebenberuflich angelaufen ist. Kleiner Funfact zum Schluss: Mein erstes Praktikum war 2004 bei der Stadt im Bürgerbüro und somit schließt sich am Ende wohl mein beruflicher Kreis ;-)

Alumni-Netzwerk: Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus?

Laura Pfülb: Den typischen Arbeitstag gibt es bei uns nicht wirklich. Jeder Tag gestaltet sich anders, da das Aufgabengebiet breit gefächert ist und wir nie wissen, mit welchen Anfragen die Bürgerinnen und Bürger zu uns kommen, von Anträgen über Gehweg- oder Straßensperren, Sondernutzungen im Stadtgebiet, Gestattungen für kurzzeitige Gaststättenbetriebe (z. B. bei Vereinsfesten) bis zu Gewerbeanmeldungen, Gewerbeummeldungen oder Gewerbeabmeldungen, Fischerscheinen oder einfach einer Einfahrtsgenehmigung für die Fußgängerzone. Die Liste könnte ich noch lange weiterführen, aber genau das macht das Referat eben aus: der unmittelbare Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern und dass sich jeder einzelne Arbeitstag vom anderen unterscheidet. Nicht zu vergessen, die beinahe täglichen Anrufe mit jeglicher Art von Bürgeranliegen. Da braucht man dann ein offenes Ohr, manchmal auch starke Nerven und eine Lösung für die betroffene Person.

Alumni-Netzwerk: Gibt es eine Anekdote aus der Schulzeit oder aus der Zeit in Bad Kissingen, die du mit uns teilen willst?

Laura Pfülb: Na klar, da gibt es natürlich einige... Die wohl lustigste Aktion in der Schule war eine Stunde in Religion, unterrichtet vom damaligen Kaplan. Die ganze Klasse war schon sehr aufgedreht und letztlich wurde meine Banknachbarin in das Nebenzimmer geschickt. Kurze Zeit später kam sie tanzend mit einem Skelett ins Klassenzimmer gewirbelt. An Unterricht war nicht mehr zu denken, der Kaplan war außer sich und die Klasse hat sich vor Lachen gekugelt.

Alumni-Netzwerk: Was war das Beste, das dir im (Berufs-)Leben widerfahren ist?

Laura Pfülb: Im Leben generell die Geburt meiner zwei Kinder, da die beiden wundervoll sind und das Leben aus der Sicht eines Kindes einem immer die wesentlichen Dinge des Lebens vor Augen führt. Im Berufsleben die Anstellung bei der Stadt, weil ich einfach vollkommen zufrieden bin und einen Beruf gefunden habe, der mich erfüllt.

Alumni-Netzwerk: Was würdest du heutigen Schulabgängern raten?

Laura Pfülb: Vertraut auf eure eigenen Fähigkeiten, findet den Beruf, der euch Spaß macht und für den ihr gerne Montagmorgen aufsteht. Lasst euch nicht von Rückschlägen entmutigen, gerade aus diesen lernt man. Nutzt jegliche Art von Weiterbildung, die sich euch bietet, und seid offen für das Unbekannte.

Alumni-Netzwerk: Du bist in der Region Bad Kissingen geblieben. Stand das schon immer für dich fest und wenn ja, warum?

Laura Pfülb: Für mich stand schon immer fest, in Bad Kissingen zu bleiben. Ich bin hier fest verwurzelt und hatte viele Möglichkeiten, was den Beruf angeht. Ich kann mir keinen schöneren Ort vorstellen, an dem meine Kinder so behütet und im Kreise ihrer Familie aufwachsen können. Ich bin zwar gerne unterwegs und schaue mir andere Orte und Länder an, mein Lebensmittelpunkt aber ist und bleibt Bad Kissingen.

Alumni-Netzwerk: Hast du eine Botschaft oder einen Gruß an deine Alumni-Kollegen und an Bad Kissingen?

Laura Pfülb: Ich freue mich sehr über die Gründung des Alumni-Netzwerkes. Es ist schön zu sehen, wie sich Bad Kissingen weiterentwickelt und neue Wege eingeschlagen werden. Jetzt ist es noch einfacher, Kontakt mit der Heimat zu halten und auf den neuesten Stand gebracht zu werden. Bleibt aktiv dabei und freut euch auf viele weitere Aktionen und Interviews.

Alumni-Netzwerk: Vielen Dank für dein Interview und alles Gute.