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Amtskette des Oberbürgermeisters

Die aus 14-karätigem Gold hergestellte Amtskette wurde aus Anlass der zum 1. Januar 1908 wirksamen Kreisunmittelbarkeit der Stadt Bad Kissingen vom Magistrat und dem Kollegium der Gemeindebevollmächtigten in Auftrag gegeben.


Amtskette seit 1907
Entwurf und Modell: Theodor Heiden
Ausführung: Simon Rosenau, Bad Kissingen


Kurzbeschreibung zur Verarbeitung
Gold, Saphire, Almandine, Mondsteine, Perlen, Email
Länge: 80 cm, Höhe und Breite der Schmuckplatte: 9,8 und 5,9 cm
Marken: An der Rückseite der Schmuckplatte „1./JANUAR/1908“ (graviert), 585, Krone; am Verschlussglied 585, THEIDEN (T und H ligiert), Krone 

Die Kette besteht aus 19 regelmäßig alternierenden Schmuckgliedern und einer zentralen Schmuckplatte, die durch scherengitterartig verschränkte und an je drei Ringösen befestigte Goldstege verbunden sind. Neun Glieder haben die Gestalt von fratzenartigen, mit je einem querovalen Mondstein besetzten Maskarons, acht die Form von schmalen, hochrechteckigen Plättchen, die jeweils einen kastengefassten Almandin in stilisierter ornamentaler Rahmung tragen. Die beiden vordersten Glieder zeigen das emaillierte bayerische Rautenwappen beziehungsweise – auf der Gegenseite – das Wappen von Franken (sogenannter Fränkischer Rechen) mit drei silberfarbenen Spitzen auf transluzidem dunkelrotem Emailfond. An den Rückseiten des Verschlussgliedes und zweier seitlicher Maskaronglieder finden sich Bandhaken für das Befestigen der Kette. Die zentrale sechseckige Schmuckplatte trägt das von einem Rahmen mit acht blauen Saphircabochons umfangene emaillierte Wappen der Stadt Bad Kissingen, das ein mittelalterliches Stadttor mit Hennenfuß auf blauem Fond zeigt. Der Schild steht auf einem saphirgeschmückten Volutenpodest und wird von zwei weiblichen Figuren flankiert, die den Stamm eines grün emaillierten Laubbaumes umfassen und als Personifikationen der heilenden Kräfte der Bad Kissinger Quellen zu deuten sind. Den oberen Abschluss der Schmuckplatte bildet eine Mauerkrone, den unteren das an einem Kettengehänge befestigte, durch einen ovalen Steg mit sechs kleinen Perlen eingefasste Medaillonbildnis König Ludwigs III. von Bayern, das auf eine sechseckige Platte montiert ist.

Von dem Rahmensteg hängen drei mit Saphiren und Almandinen geschmückte tropfenförmige Zierglieder an kurzen Kettchen herab. An der Rückseite der Schmuckplatte finden sich neben einer kleinen Rosette getriebene stilisierte Ranken und Wellenbandornamente in symmetrischer Komposition.

Die neue Amtskette wurde vertragsgemäß zum 31. Dezember 1907 geliefert. Ein am 7. Januar 1908 verabschiedeter Magistratsbeschluss bestimmte, dass die Kette, deren Kosten sich schließlich auf 2 800 Mark beliefen, im Kassenschrank der Stadtkämmerei aufzubewahren sei.

Der Oberbürgermeister trägt die Amtskette bei Anlässen mit entsprechend hoher Repräsentanz wie zum Beispiel beim Empfang von Staatsgästen, der Verleihung von Bürgermedaillen oder zu besonderen Anlässen wie dem Eintrag in das „Goldene Buch“ der Stadt Bad Kissingen. Ebenso legt er die Amtskette an, wenn er an einer Prozession teilnimmt. 

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