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Ausstellung „Die Menschen“ von Hilde Würtheim

in der Wandelhalle von Bad Kissingen


Termin: 04.11.2020
Uhrzeit: 12:00 Uhr
Veranstaltungsort
Wandelhalle
Kurhausstraße
97688 Bad Kissingen

Lebensgroße, aus gebranntem Ton gestaltete Figuren
In der Wandelhalle sitzen und stehen Skulpturen der Künstlerin Hilde Würtheim, die den Menschen des modernen Alltags in den Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens stellt. Bis 15. November können die Figuren während der Öffnungszeiten der Wandelhalle mittwochs bis sonntags von 12 bis 15 Uhr besichtigt werden. 

Menschen des modernen Alltags
Ein Mädchen mit Hund, drei junge Leute, älterer Herr mit Aktentasche – Wenn Besucher durch die Wandelhalle laufen, wird der ein oder andere etwas verwundert stehen bleiben und „Die Menschen“ von Hilde Würtheim entdecken. Die Würzburger Künstlerin stellt mit ihren lebensgroßen Figuren ihre eigene Welt dar, die doch jedem vertraut ist: Mit ihrem Realitätscharakter, dem menschlichen Verhalten, ihrer körperlichen Präsenz und ihren kleinen Eigenheiten prägen die Figuren auf ihre ganz eigene Art und Weise ihr Umfeld.

Warum die Künstlerin ausgerechnet Menschen in den Mittelpunkt ihres Schaffens stellt, erklärt sie: „Dreidimensionale Arbeiten in der Kunstgeschichte beschäftigen sich nahezu ausschließlich mit der menschlichen Figur: Schon die Mammutjäger haben vor 20.000 Jahren die ersten menschlichen Abbildungen aus Elfenbein geschnitzt und aus Ton geformt. Wo Menschen lebten, finden sich Tonscherben. Das Material ist nahezu unzerstörbar. Aus dieser Zeit kommt auch die Vorstellung, dass Gott den Menschen aus Ton geformt und ihm den Atem eingehaucht hat. Und mein Tun empfinde ich manchmal als schöpferisch.“

Künstlerische Merkmale der Figuren
Die Skulpturen bestehen aus Ton und sind bei 1240 Grad gebrannt. Besonderen Wert hat die Künstlerin auf die partielle Bemalung gelegt: Sie trennt Bekleidung von der Haut, die der naturbelassene, gebrannte Ton ist. Hilde Würtheim verwendet dabei keine Glasuren, sondern gelöste Pigmente, die nach dem Brand aufgetragen in die poröse Oberfläche dringen.

Die Figuren besitzen klare Grundformen, sind reduziert und ohne extremen Naturalismus. In der Regel zeigen sie kaum Bewegung.

„Es sind Persönlichkeiten mit fiktiver Biographie, Individuen. Dort, wo sie keine Portraits sind, sind sie Sinnbilder des Menschlichen, Allegorien, wie bei Maillol. Sie haben eine eigene Aura. Sie teilen sich mit niemanden, ihr Blick fasst niemanden, sie drängen sich nicht auf. Sie sind nicht kommunikativ, nicht laut. Sie sind in sich gekehrt, verharren und erlauben in ihrer Gelassenheit zur Projektionsfläche eigener Gedanken des Betrachters zu werden“, beschreibt Hilde Würtheim.

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